Was ich so auf den Ohren habe – März 2017

Vor fast zwei Jahren habe ich hier mal darüber geschrieben, welche Podcasts ich so höre. Natürlich hat sich in dieser Zeit einiges verändert. Hier also die Podcasts, die ich im Moment in meiner Podcast-App (Castro for iOS). Ich werde nicht auf die Veränderungen eingehen, sondern einfach wieder auflisten, was ich so höre (einfach alphabetisch sortiert). Vielleicht ist das eine oder andere auch für dich dabei.


Abenteuer Theologie (dt.)

Der Podcast meiner ehemaligen Hochschule, bei der die Dozenten leicht zugänglich zu verschiedenen Themen interviewt werden. Interessant und kurz.


The Incomparable (engl.)

Nerds unterhalten sich über Bücher, Filme, Serien, Spiele, … Jede Folge hat ein eigenes Thema und eine andere Besetzung. Hier nehme ich wenigstens passiv an den Popkultur-Gesprächen teil, die ich mit vielen Menschen in meinem Umfeld so nicht führen könnte, weil sich viele nicht für solche Sachen interessieren.
Mittlerweile bin ich sogar „Member“, was noch mehr super Podcast-Inhalte bedeutet.


The Incomparable Game Show (engl.)

Die Leute von „The Incomparable“ spielen Spiele zusammen im Podcast (natürlich nur, was dafür geeignet ist). Dabei gibt es immer ziemlich viel zu lachen.


The Liturgists Podcast (engl.)

Zwei Christen (manchmal auch mit Gästen) unterhalten sich über verschiedene Themen aus Glaube, Kunst und Wissenschaft. Spannend und herausfordernd.


The New Activist (engl.)

Der Podcast der Menschenrechtsorganisation IJM, deren Botschafter ich auch bin. Sehr spannende Interviews mit Menschenrechtsaktivisten, die immer wieder bewegen und herausfodern.


The RobCast (engl.)

Rob Bell packt hier verschiedene Themen so übersichtlich und tiefgründig an, wie man es von ihm gewohnt ist. Meine wöchentliche Podcast-Predigt-Dosis (die sich nie wie eine Predigt anfühlt). Zwischendurch hat er auch Gäste zu Besuch, die teilweise echt abgefahrene Geschichten mitbringen.


 

Total Party Kill (engl.)

Wieder verschiedene Mitglieder von „The Incomparable“. Dieses Mal spielen sie Dungeons & Dragons miteinander. Da ich die Crew schon kenne und ich ihre Gespräche einfach witzig finde, habe ich auch hier einen riesen Spaß.


TV Talk Machine(engl.)

Noch eine Show aus dem „The Incomparable“-Netzwerk. Dieses Mal mit einem TV-Kritiker über alles, was aktuell so neu im Bereicht von TV-Serien ist. Ich höre nicht jede Folge, aber so beim Wäschebügeln ist das der perfekte Podcast nebenher.

#toomuchTV 004 – Tine

Heute ist Tine zu Gast, die auch mit mir gemeinsam Theologie studiert hat. Mit ihr verbinde ich auf der nerdigen Seite Terry Pratchett, Doctor Who und vieles mehr. Ich bin also gespannt, was sie so zu sagen hat. Dann mal los, Tine und danke fürs Mitmachen!

Wer bist du und was waren bisher so deine Lieblingsserien?

Ich bin Tine, wohne in Erfurt, und schaue gerne Serien, meist auf Englisch. 😉
Vor einigen Jahren hab ich mal Theologie studiert (zufälligerweise mit dem Betreiber dieses Blogs zusammen) und gerade mache ich eine Weiterbildung zur Staatlich Anerkannten Erzieherin.

Serien, die ich gerne gesehen habe / sehe, sind z.B.: Sense8, Jessica Jones, Stargate SG-1 und Stargate Atlantis, Star Trek TOS, Stranger Things, Elementary, Sherlock, Castle, uvm.

 

Welche aktuell laufende(n) Serie(n) würdest du gerne anschauen, kommst aber einfach nicht dazu (kein Anspruch auf Vollständigkeit)? Warum würdest du sie gerne anschauen?


Marvel’s Daredevil (2015): bei Netflix

Nachdem ich sehr begeistert von Jessica Jones war, habe ich recherchiert und heraus gefunden, dass sie bald mit Daredevil und anderen Mutanten ein Team gründen wird, welches wir dann in „The Defenders“ in Aktion sehen werden. Sogar noch dieses Jahr, wenn alles klappt! Dazu ist es natürlich eine super Vorbereitung, schon mal „Daredevil“ zu sehen. 😉


Skam (2015):  im Moment nicht über Streaming verfügbar

Eine norwegische Serie über eine Gruppe von Jugendlichen und die kleinen und großen Dramen, die sie so erleben. Ich habe die erste Staffel gesehen, und bin sehr angetan. Auch wenn ich mir beim Schauen öfter mal gedacht habe: „Ach ja, ich erinnere mich an diese Zeit, wo alles gleich ein Weltuntergang war… Erwachsenwerden hat auch Vorteile.“ Die jungen Schauspieler sind wirklich klasse. Die Serie gibt es nur norwegisch mit Untertiteln, was ihr einen besonderen Charme verleiht, finde ich.


Unbreakable Kimmy Schmidt (2015): bei Netflix

Kimmy Schmidt wird mit 15 Jahren von einem Weltuntergangs-Fanatiker gekidnappt und zusammen mit drei anderen jungen Frauen in einem unterirdischen Bunker festgehalten. Als sie endlich befreit wird, beschließt sie, ihr Leben von jetzt an in vollen Zügen zu genießen. Eine sehr gute Comedy-Serie mit immer wieder nachdenklichen Momenten, und sehr lustigen, schrägen Charakteren. Ich bin bisher bis Staffel 1 gekommen.

 

Welche Serie(n) schaust du gerade, die du den Lesern empfehlen könntest?


Lucifer (2016):  bei Amazon Prime

Basierend auf einer Comic-Figur von Neil Gaiman ist diese Version von Lucifer nicht das personifizierte Böse, sondern ein gefallener Engel, der es satt hat, immer nur Menschen zu quälen. Also hängt er seinen Job in der Hölle an den Nagel und macht lieber in L.A. einen Nachtclub auf. Dann trifft er auf eine Polizistin, die im Gegensatz zu allen anderen Frauen immun gegen seinen Charme ist, was ihn natürlich sehr fasziniert. Gemeinsam lösen sie jetzt Kriminalfälle.
Super witzig!


The good place (2016):  im Moment nicht über Streaming verfügbar

Eleanor wacht im Jenseits auf, und erfährt, dass sie aufgrund ihres vorbildlichen Lebens nun im „good place“ ist. Ihr ist sofort klar: Da muss eine Verwechslung vorliegen! Das kann sie natürlich niemandem erzählen, da sie dann Gefahr läuft, zum „bad place“ geschickt zu werden. Also versucht sie mit Hilfe eines Ethik-Professors rauszukriegen, wie man ein guter Mensch wird. Diese Comedy-Serie räumt mit so einigen Klischees auf und hinterfragt ganz nebenbei, was uns eigentlich zu guten Menschen macht. Sehr spannend!

Nochmal, Tobi!

Nach den Gesprächen zu den #toomuchTV-Beiträgen, kamen meine Schwester und ich auf die Idee, dass so etwas Ähnliches mit Büchern auch sehr interessant sein könnte. Nur der nicht wirklich positive Ansatz von „Was ich alles nicht schaffe…“ hat uns nicht ganz gefallen. Aber, was wäre denn mit einer Art Gegenteil davon?
Aus dieser Frage ist die Idee für diesen Eintrag (und vielleicht folgende von anderen Menschen gekommen): Welche Bücher hast du mehr als einmal gelesen und warum?

In einer Zeit, in der niemand mehr Zeit für irgendetwas zu haben scheint und in der wir eine Masse an Material für unseren Konsum zur Auswahl haben ist es doch sicher eine spannende Frage, welche Bücher eine Person so gut findet, dass sie sie mehr als einmal liest. Ich bin mal gespannt, ob ich auch hierfür noch ein paar Personen gewinnen kann, die bereit sind, diese Frage hier zu beantworten.
Jetzt aber genug der Vorrede. Los geht’s:

Welche Bücher hast du mehr als einmal gelesen und warum?


„The Martian“ von Andy Weir (2014)

Fast der gesamte Roman ist aus der Sicht von Mark Watney, dem „Marsianer“, geschrieben, was einen gleich viel mehr in diese spannende Geschichte hineinzieht. Dass Watney einen richtig guten Humor hat (bzw. natürlich Andy Weir) hilft sicher auch dabei. Ich habe vor allem ihn als Charakter genossen und wollte mit dem Astronauten dieses Abenteuer einfach noch einmal erleben.

#toomuchTV 003 – Benni

Heute ist mein ehemaliger Komilitone Benni zu Gast, mit dem ich nicht nur einige Stunden im Sportraum, sondern auch vor dem Fernseher zugebracht habe. Danke, dass du dabei bist, Benni! Jetzt aber ran an die Fragen:

Wer bist du und was waren bisher so deine Lieblingsserien?

Benjamin Morise  |  32 Jahre  |  Dank des Studiums der Theologie sowie Sozialen Arbeit hochgradig verwirrt.
Aber Serien helfen da weiter, Serien und Kaffee, also guter Kaffee. Was das angeht bin ich speziell.
Mein Einstieg in die Vorliebe für Serien war „Hör mal wer da hämmert“. Lang ist’s her. Auch wenn ich dem heute immer noch etwas abgewinnen kann (wohl mehr aus Nostalgie), hat sich mein Geschmack doch deutlich gewandelt.
Hier geht es darum, zu welchen Serien man nicht kommt. Und Gründe gibt es viele, weshalb ich nicht dazu komme: Arbeit, Fotografie, Lesen, Grübeln über Gott und die Welt und gelegentlich auch mal was davon aufschreiben. Wenn das jemanden interessieren sollte, gibt es bei Instagram (@b_morise) ein paar Bilder.

Auch wenn ich nicht die „Lieblingsserien“ habe, gibt es einige, die phasenweise schon deutlich rausgestochen sind. Hier ein Ritt quer durch die Genres der für mich „besonderen“ Serien: Luther, Grand Design, Death in Paradise, Last Week Tonight, About a Boy, Black Mirror.

Vor allem gehen aber soziale Kontakte vor. Die Serien sind geduldig und können warten bis ich ein wenig Leerlauf habe. Das ist wohl auch der Grund, weshalb es eine menge Serien gibt, zu denen ich nicht komme.

 

Welche aktuell laufende(n) Serie(n) würdest du gerne anschauen, kommst aber einfach nicht dazu (kein Anspruch auf Vollständigkeit)? Warum würdest du sie gerne anschauen?


Narcos (2015): bei Netflix

Dazu muss man wohl gar nicht viel sagen. Ein Drogenboss mit zwei Gesichtern und dann auch noch eine wahre Geschichte, also zumindest soweit das im Anspruch einer Netflix-Serie möglich ist. Ich stehe auf „Der Pate“ und „The Sopranos“ ist schon verdammt lange her. Selten habe ich von so vielen Seiten Positives über eine neue Serie gehört.


Bordertown (Orig.: Sorjonen; 2016): im Moment nicht über Streaming verfügbar

Eine Krimiserie mit der heiß geliebten skandinavischen Melancholie, diesmal allerdings nicht aus Schweden, sondern Finnland.
Der Zugang zur Serie ist allerdings schwierig, denn die Rechte liegen in Deutschland bei „Sky“ und sie im Originalton zu streamen, nunja… wer Finnisch kann.


Chance (2016): im Moment nicht über Streaming verfügbar

Aus zwei Gründen für mich interessant. 1. Hugh Laurie.  2. Ich mag Serien in denen die Charaktere und Handlungen ähnlich komplex sind, wie im wahren Leben auch. Es gibt nicht nur schwarz und weiß; gut und böse. Und wenn die Komplexität dann auch noch mit der Story eines Thrillers verbunden ist, klingt das sehenswert.


Aftermath (2016): im Moment nicht über Streaming verfügbar

Ich liebe Dystopien. Ob ich diese wirklich sehen will weiß ich gar nicht, aber wenn ich die Zeit hätte, wäre Aftermath einen Versuch wert. Eine Mischung aus apokalyptischen Naturkatastrophen gepaart mit Mystery.


3% (2016): bei Netflix

Und weil ich Dystopien so mag, finde ich auch „3%“ sehr interessant. Auf der Sonnenseite des Lebens ist nur Platz für Wenige. Wer „würdig“ ist und wer nicht wird durch eine Art Casting ermittelt. Es ist letztlich eine Gesellschaftskritik, die durch die Überzeichnung einer möglichen Zukunft die sozio-ökonomischen Probleme der Gegenwart thematisiert. Lange warte ich nicht mehr, bis ich Zeit dafür finde.

 

Welche Serie schaust du gerade, die du den Lesern empfehlen könntest?


Outlander (2014): bei Netflix

Die Serienadaption der „Highland-Saga“. Eine Frau, die im wörtlichen Sinne in zwei Welten lebt. Zur Zeit des 2. Weltkriegs in den schottische Highlands, betritt die Protagonisten zur falschen (oder richtigen?) Zeit eine rituelle Kultstätte und landet plötzlich im Jahr 1743 und damit mitten im Krieg zwischen – naja, halten wir es an dieser Stelle einfach – Schottland und England. Damit beginnt für sie eine mitreißende Zerreißprobe, sowohl politisch wie auch biografisch. Geil umgesetzt!

#toomuchTV 002 – Jay

Heute ist Jay (Jakob Friedrichs), mein Mentor hier zu Gast. Bei unseren Treffen müssen wir immer aufpassen, dass wir tatsächlich über das anstehende Thema im Mentoring sprechen und nicht nur über Popculture. Er ist also wie geschaffen für diese Serie.
Er ist außerdem Sozialpädagoge, Berater, einer der Superzwei und eine Hälfte des Podcasts Hossa Talk.
Seine all-Time-Favorites sind Lost, Battlestar Galactica (2003), Breaking Bad, Game of Thrones, 6 Feet under, Big Love, Crackers (UK!!!).

Danke schon einmal fürs Mitmachen, Jay! Jetzt aber nix wie los:

 

Welche aktuell laufende(n) Serie(n) würdest du gerne anschauen, kommst aber einfach nicht dazu (kein Anspruch auf Vollständigkeit)? Warum würdest du sie gerne anschauen?


The Path (2016): bei Amazon Prime

Großartige 1. Staffel. Zurzeit läuft gerade die 2. Staffel – zu der ich gerade nicht komme. Eine Art Sekten-Thriller mit Aaron Paul, der sehr gut die Strukturen religiöser Gemeinschaften beleuchtet und deutlich macht, wann und wieso solche ins sektiererische kippen.

 

Welche Serie schaust du gerade, die du den Lesern empfehlen könntest?


The Leftovers (2014): im Moment nicht über Streaming verfügbar

Im Sommer kommt die 3. und letzte Staffel dieses grandiosen „nach der Entrückung“-Dramas von Damon Lindelof (Lost).


Mr. Robot (2015): bei Amazon Prime

Großartiges „Mindfuck“-Drama.


Westworld (2016): im Moment nicht über Streaming verfügbar

Hammer 1. Staffel, gerade für religiöse Menschen sehr interessant, da hier der ganze Themenbereich Menschwerdung bzw. was macht einen Menschen zum Menschen behandelt wird.

Because it’s awesome! – Februar 2017

Am Anfang des Jahres hatte ich viel vor. Jede Woche wollte ich eine Top 3 der Dinge veröffentlichen, die ich in dieser Woche aus dem Bereich der Popkultur neu entdeckt/konsumiert/genossen hatte.
Sehr schnell lief es allerdings darauf hinaus, dass ich anfing Dinge anzuschauen/zu lesen, damit ich eine Top 3 der Woche posten konnte. Der Genuss-Aspekt fiel dabei vollkommen weg und das ist mehr als schade und auch nicht wirklich Sinn und Zweck der Sache.

Ich wollte aber auch nicht ganz aufhören auf die Dinge hinzuweisen, die ich toll fand, da wir meiner Meinung nach genug Negativität im Internet haben und ich einen Gegenakzent setzen möchte. Daher jetzt die neue Idee: Ich schreibe einmal im Monat darüber, was in diesem Monat genial war. Das werden mal mehr und mal weniger Dinge sein (heute sind es vier), aber das ist ja auch nicht schlimm, oder?

Los geht es also mit dem Februar, also den Wochen seit meiner letzten Top 3. Wie immer bei mir ist alles unsortiert:


Zoomania (2016)

Der wahrscheinlich beste computeranimierte Film der letzten Jahre (hat auch dieses Jahr einen Oscar abgesahnt). Es geht um Freundschaft, Rassismus, Durchhaltevermögen und wie man seinen eigenen Platz in der Welt findet, egal was andere von einem denken. Wir haben viel gelacht und manchmal schien auch ein bisschen zu viel Staub in der Luft zu sein. 😉 Klare Empfehlung!


Interstellar (2014)

Ich habe lange gebraucht um ihn endlich zu sehen, aber das Warten hat sich gelohnt. Schöne Bilder und eine abgefahrene Story überzeugen genauso wie der ruhige Soundtrack (Hans Zimmer!). Auch die langsame Erzählweise hat mir sehr gut gefallen (der Schluss ging mir dann leider etwas schnell). SciFi-Fans sollten auf jeden Fall mal schauen, ob sie dafür einen Abend freiräumen können. Dieser Film muss genossen werden.


City of Blades (The Divine Cities #2) von Robert Jackson Bennett

Band 1 habe ich vor ein paar Wochen schon angepriesen. Der Nachfolger knüpft super an der spannenden Geschichte an, auch wenn ich mich erst einmal daran gewöhnen musste, dass die Hauptfigur des zweiten Bandes nicht mehr die tolle Shara Komayd, sondern „nur“ ihre Freunde sind. Das Buch war trotzdem nicht weniger schön, spannend und abgefahren und ich kann es kaum erwarten, bis Band 3 rauskommt.


Inside Out-Figuren von Disney Infinity

Der Film hat mich beim ersten Schauen unglaublich angesprochen, da mich die Frage des Umgangs mit meinen Emotionen schon eine Weile beschäftigt. Um mich immer wieder daran zu erinnern, habe ich mir die Figuren nach und nach für meinen Schreibtisch geholt. Falls ihr euch gewundert habt: Ja, die „Trauer“ steht nicht dabei, weil sie an meinem Schlüsselbund als PoP-Figur hängt. 😉


Tweet von Hanna (@SchwesterJacob)

#toomuchTV 001

Als Theologe bin ich es gewohnt mich mit anderen darüber zu unterhalten, dass es zu viele Bücher gibt und man gar nicht alles Interessante/Gute lesen kann. Es gibt einfach zu viele berufliche und private Verpflichtungen und manchmal setzt man dann auch einfach andere Prioritäten.

Als Nerd ist mir in den letzten Monaten immer mehr aufgefallen, dass in Gesprächen das Thema von #toomuchTV (alternativ auch #peakTV oder #timesofconfusion – alle © by TV Talk Machine), also von zu vielen TV-Serien aufkam (Nerd-Bücher gibt es allerdings auch zu viele). Der Grundtenor war, dass im Moment sehr viele wirklich gute und/oder interessante Serien produziert werden und man einfach nicht dazu kommt, sie anzuschauen. Man hört andere darüber sprechen, aber will/kann sich nicht die Zeit für sie nehmen.

In einer Konversation mit meiner Schwester kam mir dann die Idee eine nicht ganz ernst-gemeinte Blog-Reihe zu dem Thema anzufangen. Dabei sollen die einzelnen Beitragenden die aktuell laufenden Serien (also aus den letzten zwei-drei Jahren) auflisten, die sie aus zeitlichen Gründen nicht schauen können, aber gerne würden.

Mein Ziel dabei ist zu zeigen, was es alles an interessanten Serien so zur Zeit gibt, aber auch, dass es vielen Leuten so geht und es vollkommen in Ordnung ist, wenn sich unser Leben nicht nur um unseren Fernseher/Laptop/Wasauchimmerdubenutztumserienzuschauen dreht. 😉

Die Listen werden natürlich unsortiert sein und haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es geht hier um den Spaß und darum andere Leute mit ähnlichen Interessen kennen zu lernen und zu sehen, wofür sie sich noch alles interessieren.

Ich werde den Anfang machen und meine eigenen Fragen beantworten um zu zeigen, wie das aussehen könnte:

Wer bist du und was waren bisher so deine Lieblingsserien?

Ich heiße Tobias, bin 30 Jahre alt und meine Twitter-Bio sagt über mich: „Husband, Pastor, IJM-Volunteer, Boardgamer, Reader, Apple-Fanboy, Pseudohomemaker and a lot more.“
Meine Lieblingsserien sind unter anderem: Sherlock, Doctor Who, Stargate SG-1/Atlantis, Marvel’s Luke Cage, The Magicians, Lost, The Expanse, Dr. House, Rome, Planet Earth, Luther und sicher noch mehr. 😀

 

Welche aktuell laufende(n) Serie(n) würdest du gerne anschauen, kommst aber einfach nicht dazu (kein Anspruch auf Vollständigkeit)? Warum würdest du sie gerne anschauen?


Travelers (2016): bei Netflix

Zeitreise- und Crime-Serie in einem. Klingt fast zu gut um wahr zu sein.


Broadchurch (2014): bei Netflix

Die erste Staffel der langsamen Krimi-Serie habe ich gesehen. Sie haben sich die ganze erste Staffel für einen Mord(?)fall Zeit genommen, was zu einer tollen Charakterentwicklung und besseren Spannung geführt hat. Noch dazu ist endlich mal ein Pastor gut (im Sinne von „keine Charikatur“) dargestellt und David Tennant (der 10. Doctor) spielt mit. Staffel zwei ist schon gelaufen und Staffel drei kommt jetzt raus, aber ich komme nicht dazu.


Vikings (2013): bei Amazon Prime

Finde das Thema interessant und habe schon von vielen gehört, dass die Serie sehr gut gemacht sein soll. Mittlerweile gibt es so viele Staffeln, dass das aufholen fast zu viel wird.


Mr. Robot (2015): bei Amazon Prime

Die ersten Folgen habe ich schon gesehen. Eine spannende Hacker-Serie mit interessanten Charakteren, die auch noch schön anzusehen ist. Außerdem: Christian Slater! 😀


Westworld (2016): im Moment nicht über Streaming verfügbar

Roboter, die selbständig werden? Und das auch noch besser als in Terminator?. Westworld bietet das und ist dazu noch in einer Western-Welt. Dazu kommt ein richtig guter Cast. Braucht man nichts hinzuzufügen, oder?


Marvel’s Agent of S.H.I.E.L.D. (2013): im Moment nicht über Streaming verfügbar

Ist von Marvel. Angeblich nicht ganz so gut. Aber die Charaktere würden mich interessieren. Und ich schaue eigentlich sowieso fast alles, was sie raushauen. Habe ich auch in den ersten Staffeln. Ist nur immer weiter auf der Prioritätenliste nach hinten gerutscht.


Orphan Black (2013): bei Netflix

Thriller über Klone mit fabelhafter schauspielerischer Leistung von Tatiana Maslany. Hat allerdings das gleiche Schicksal ereilt wie Agents of S.H.I.E.L.D…

 

Freiwillige Bonusfrage: Welche Serie(n) schaust du gerade, die du den Lesern empfehlen könntest?


The Expanse (2015): bei Netflix

Nicht nur eine sehr gute Buchserie, sondern auch eine klasse SciFi-Serie. Habe aber auch hier schon einmal darüber geschrieben.


Bosch (2015): bei Amazon Prime

Irgendwie mag ich Serien, bei der die Helden nicht wirklich richtige schwarz/weiß-Helden sind. Ob in Buchform bei Ian Rankins John Rebus, oder im TV in Serien wie Luther oder eben Bosch. Und die dritte Staffel kommt Ende März raus.

Top 3 #04

In einer Welt (scheinbar) voller schlechter Nachrichten versuche ich ein paar gute Nachrichten zu streuen.
Hier ist also meine Top 3 der letzten Woche (irgendwann komme ich hoffentlich dazu mal zu erklären, was ich damit eigentlich meine außer irgendwelche Empfehlungen).

Sleep Smarter von Shawn Stevenson
Ich habe schon einige Jahre Probleme mit meinem Schlaf und nachdem ich Stevensons unterhaltsamen Vortrag bei Google angeschaut hatte, war ich neugierig auf sein Buch. Darin sind viele Tipps und Erklärungen dazu, wie unser Schlaf funktioniert und wie wir ihn optimieren können. Ein Sachbuch, das ich verschlungen habe, was nicht all zu oft vorkommt. Jetzt probiere ich diese Dinge mal aus und hoffe, dass sie mir helfen.

Sherlock – Series 4, Episode 3 „The Final Problem“ von Benjamin Caron (Regie)
Sherlock war, glaube ich, noch nie emotionaler als in dieser Staffel und vor allem in dieser Folge. Sie war spannend bis zum Schluss (bzw. der Auflösung kurz vor Schluss) und hat jede Menge Spaß gemacht. Vor allem John (Martin Freeman) ist noch einmal um einiges besser geworden, was ich großartig finde.
Leute, die auf Spannung etwas empfindlich reagieren, sollten sie vllt. eher am Tag schauen, wenn es draußen hell ist.

City of Stairs (The Divine Cities #1) von Robert Jackson Bennett
Ich lese gerne Fantasy und habe auch nichts gegen Buchreihen. Dieser erste Teil einer Reihe hat mich gleich gepackt und ich bin gespannt auf die nächsten Bücher. Sehr spannend fand ich am Setting, dass hier von einer Welt ausgegangen wird, in der es einmal Götter gab, die auch Wunder vollbracht haben, diese Götter allerdings umgebracht wurden. Aus meiner Sicht sehr interessant war, wie die einzelnen Menschen damit umgingen, dass ihr Götter nicht mehr da waren und was das mit ihrem Glauben gemacht hat. Natürlich gehört auch ein bisschen politische Intrige und eine abgefahrene Mischung zwischen Mittelalter und Moderne mit dazu, was das Buch sehr empfehlenswert macht.
Auf Deutsch soll das Buch im Februar rauskommen.

Top 3 #03

Und wieder einmal meine unsortierten drei Top-Popkulturoderso-Dinge, die mir in der letzten Woche begegnet sind.

Star Wars Rebels – Season 2, Episode 20/21 „Twilight of the Apprentice“ von Dave Filoni (Regie)
Super Abschluss zur zweiten Staffel der richtig guten computeranimierten Serie aus dem Star Wars-Universum. Spannend, witzig, anrührende Rückbezüge auf „Clone Wars“ (die nicht ganz so gute Serie, die man als Fan trotzdem gut anschauen kann) und natürlich Andeutungen auf die nächste Staffel.
Da ich mir die DVDs immer zu Weihnachten wünsche, muss ich jetzt ein Jahr auf die Auflösung warten, aber das schadet ja auch nicht unbedingt. 😉

Stories of your life in „Stories of your life and others“ von Ted Chiang
Tolle Kurzgeschichte, die sich auf Deutsch auch unter dem Namen „Geschichte deines Lebens“ in „Die Hölle ist die Abwesenheit Gottes“ nachlesen lässt.
Aliens kommen auf die Erde, wollen aber nichts, außer beobachten und den Menschen anscheinend ihre Sprache beibringen. Klingt nicht halb so interessant, wie es dann wirklich ist (mit dem einen oder anderen Twist).
Aktuell wurde die Kurzgeschichte mit Amy Adams (Lois Lane in den neuen Superman-Filmen) und Jeremy Renner (Hawkeye in Avengers) unter dem Namen „Arrival“ verfilmt. Der Film soll sehr gut sein, aber ich habe ihn noch nicht gesehen.

Rogue One: A Star Wars Story (Original Motion Picture Soundtrack) von Michael Giacchino
Ich mag Film-Soundtracks (habe aufgehört zu zählen, wie viele ich habe), ich mag Michael Giacchino und ich mag Star Wars.
Es war also fast garantiert, dass ich den Soundtrack zum neuen Star Wars-Film mögen würde und ich wurde auch nicht enttäuscht. Vor allem nach der ersten Analyse im Podcast „Star Wars Oxygen“ kann ich die einzelnen Titel und Themen noch mehr schätzen (und hoffe auf noch mehr Folgen mit mehr Analyse dazu).

Top 3 #02

Meine (unsortierten) Top 3 der vergangenen Woche (Bücher, Musik, Filme, TV, Spiele, …):

Rogue One: A Star Wars Story von Gareth Edwards (Regie)
Endlich habe ich den neuen Star Wars („Episode 3,9“) gesehen und ich bin begeistert. Wie sich das für Star Wars gehört hatte er Humor, Spannung, Weltraum, usw. Und dazu auch noch gute Schauspieler (was leider nicht immer so der Fall war). Und die Bilder… Man könnte manche Szenen komplett ohne Ton schauen und es wäre trotzdem super!

Dankbarkeit von Oliver Sacks
Durch das Jahr der Dankbarkeit und Bines Master-Arbeit  zum selben Themenkomplex sind wir auf dieses kleine Büchlein gestoßen. Oliver Sacks schreibt hier gegen Ende seines Lebens in ein paar Aufsätzchen seine Sicht auf die Dinge. Man kann hier viel Weisheit und eben Dankbarkeit finden.

Sherlock – Series 4, Episode 1 „The Six Thatchers“ von Rachel Talalay (Regie)
Was für ein Auftakt für die neue Sherlock-Staffel! Gewohnt hohes Niveau bei Schauspielern, Schreibern und Regisseurin (ich mochte schon die Doctor Who-Folgen, bei denen sie Regie geführt hat)! Mehr kann ich fast nicht schreiben, ohne es zu spoilern.