30 Day Declutter, oder: Endlich mal wieder aufräumen!

So ungefähr einmal im Jahr versuchen Bine und ich unser Hab und Gut auszumisten. Angefangen hat es, dass uns bei unseren vielen Umzügen aufgefallen ist, dass wir eine Menge der Dinge nicht brauchen, die wir besitzen. Und bevor wir sie wieder ein paar Stockwerke hoch oder runter schleppen müssen, haben wir sie lieber aussortiert.
Irgendwann bin ich dann in den Weiten des Internets über eine „30 day challenge“ (30 Tage Herausforderung) gestolpert, die einen herausfordert, seine Wohnung aus-, bzw. aufzuräumen. Das Schöne daran war, dass es nicht um riesige Brocken ging, die einen Stundenlang aufhalten, sondern die Aktion in viele kleinere Teile aufgesplittet ist, die teilweise nur 5-10 Minuten brauchen. Also haben wir das direkt mal ausprobiert und fanden es so gut, dass wir es seitdem jedes Jahr versuchen.

Da ich hin und wieder danach gefragt wurde, dachte ich, dass ich sie hier einfach einmal wiedergebe. Wir haben sie uns als Evernote-Notiz angelegt, sodass wir schön abhaken können, was wir schon geschafft haben, aber das könnt ihr ja so machen, wie es für euch selbst passt. Irgendwann sind mir in den Überarbeitungen auch zwei Tage abhanden gekommen. Wahrscheinlich waren es Dinge, die uns überhaupt nicht betreffen, oder die „Challenge“ hatte von Anfang an nur 28 Tage, wer weiß. Der Rest der Liste ist einfach aus dem Englischen übersetzt, sodass sowohl die Überschriften, wie auch die Anweisungen dazu nicht von mir sind.

Wenn ihr also das Gefühl habt, dass bei euch etwas viel Zeug rumsteht, dann kann die Liste vielleicht helfen, wieder ein bisschen mehr Raum zum Atmen zu schaffen. Viel Spaß dabei!

1. Sortiere deine Kleidungsstücke aus
Wenn du es schon seit einem Jahr nicht mehr getragen hast, sortiere es aus (Es werden immer wieder Kleider für verschiedenste Wohltätige Zwecke gesammelt). Wenn du es nicht magst, sortiere es aus. Brauchst du wirklich so viele T-Shirts?

2. Sortiere deine „Papiere“ aus
Schnapp dir deine Ordner und geh an die Arbeit. Sortiere alles aus, was du nicht mehr brauchst. Wenn du es nur zur Erinnerung aufhebst, kann vielleicht ein schnell gemachtes Foto (oder über eine Scanner-App als PDF abspeichern?) ausreichen um es aufzuheben? Super Ziele: alte Zeitschriften, Anleitungen für Geräte (viele kann man mittlerweile als PDF beim Hersteller herunterladen), Prospekte, die du nie lesen wirst, …

3. Sortiere deinen Kühlschrank aus
Werfe alle abgelaufenen Lebensmittel weg (Achtung! Nur, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist, heißt es noch nicht, dass es kaputt ist!). Achte auch vor allem auf die verschiedenen Gewürzpasten. Hast du sie nach diesem einen exotischen Essen vor zwei Jahren wirklich noch einmal verwendet?

4. Sortiere deine Handtücher und Bettwäsche aus
Alte Handtücher, die nicht zusammenpassen sind klassische Schrankplatzblocker. Sortiere sie mit all den verfärbten oder eingerissenen Bettüchern aus. Dasselbe gilt natürlich für die Dinge, die dir nicht gefallen. So schnell kommt man an freien Raum.

5. Sortiere dein Badezimmer aus
Brauchst du wirklich all diese Hotel-Shampoo-Flaschen? Wirf sie weg (vorher aufbrauchen)! Sortiere all die Produkte aus, die du nie verwendest. Genauso wie Kosmetika, die „abgelaufen“ sind und Pröbchen, die du vor Jahren aus Zeitschriften gesammelt hast. Behalte nur die Dinge, die du für dein tägliches Leben brauchst.

6. Sortiere dein Wohnzimmer aus
Nimm dir den Wohnzimmertisch (nicht das versteckte Fach darunter vergessen!), alle Sideboards, das Sofa (auch zwischen den Polstern nachschauen) und den Boden vor und entferne alle unnötigen Gegenstände.

7. Sortiere deinen Keller aus
Keller sind aus einem guten Grund gruselig, aber deiner muss es nicht sein! Nimm dir zehn Minuten um schnell Dinge zu schnappen, die du garantiert nicht mehr brauchst. Du wirst überrascht sein, wie viel du in dieser kurzen Zeit aussortieren kannst. Je größer die Gegenstände sind, desto besser! Zur Not kannst du immer noch den Sperrmüll bestellen.

8. Sortiere die Oberflächen in deinem Schlafzimmer aus
Nachtkästen, Regale, Fläche auf dem Kleiderschrank. Verkleinere den Stapel alter Zeitschriften, werfe Preisschilder und einzelne Socken, sowie alles andere weg, was hier herumlungert.

9. Sortiere dein Büro aus
Wir haben uns schon um den Papierkram gekümmert, aber jetzt geht es um die anderen Gegenstände. Gehe durch deine Büroklammern und Post-Its und sortiere alles aus, was du nicht benutzt. Leere deine Pinnwand und versuche die Anzahl der Gegenstände auf den Arbeitsflächen zu reduzieren. Vergiss nicht, durch die Schreibtischschubladen zu gehen!

10. Sortiere deine Regale aus
Gehe schnell durch alle Regale in deiner Wohnung durch und sammle alles ein, das du nicht mehr brauchst. Schau auch hinter die Bücher, du wirst überrascht sein, was sich da so versteckt. Und wenn du schon dabei bist, kannst du auch gleich schauen, welche Bücher du gar nicht mehr brauchst (oder nie dazu kommen wirst, sie zu lesen) und sie weitergeben/-verkaufen.

11. Sortiere deine Kleidungsstücke aus
Ja, noch einmal! Durch deinen Kleiderschrank kannst du ruhig noch ein zweites Mal gehen.

12. Sortiere deine Spielsachen, Spiele, Bücher aus
Wenn du Kinder hast, ist dein Auftrag klar. Aber selbst, wenn nicht, dann nimm trotzdem deine „Spiel und Spaß“-Ecken in Angriff. Vielleicht hast du zu viele Skat-Blätter oder deine Hobby-Ecke für Modellbau hat etwas überhand genommen. Was auch immer es ist, nimm dir zehn Minuten um das Chaos zu zähmen.

13. Sortiere deine Schuhe aus
Sprich mir nach: „Ich brauche nicht so viele Schuhe!“ Sortiere beschädigte oder unbequeme Schuhe aus. Und denke darüber nach, ob du wirklich alles doppelt brauchst (und damit ist nicht links und rechts gemeint).

14. Sortiere deine Oberbekleidung aus
Fang mit den Accessoires an: Schals, Handschuhe und Mützen sind die typischen Übeltäter. Behalte deine Lieblinge und sortiere den Rest aus (vor allem die einzelnen Handschuhe ohne ihren Partner). Sortiere Jacken aus, die du nie anziehst, sie brauchen viel zu viel Platz!

15. Sortiere deine „Schränke für alles“ aus
Die meisten von uns haben einen Schrank oder Kisten irgendwo, in denen wir den ganzen Rest sammeln. Es ist Zeit, etwas Platz zu schaffen. Gehe durch jedes Fach und jede Kiste und sortiere so viel wie möglich aus. Ich wette, dass du schon vergessen hattest, was da alles rumlag.

16. Sortiere deine Reinigungsmittel aus
Ist dein Reinigungsschrank/-fach voll mit leeren Flaschen? Jetzt nicht mehr. Wirf die Flaschen mit nur noch ein/zwei Tropfen darin weg und schreibe dir auf, was du nachkaufen musst. Alte Mittel, die du nie verwendest, schmutzige Lappen, klebrige Handschuhe, … wirf sie weg (vorher schauen, was davon nicht in die Mülltonne darf!).

17. Sortiere deine Terrasse/deinen Balkon aus
Terrassen und Balkone bieten uns geniale Eckchen in denen sich ungewollte Gegenstände verstecken können. Mache sie leer! Wirf diese tote Pflanzen, Plastikbehälter, alte Kerzen, Dekorationsmaterial, das vor zwei Jahren schon nicht mehr schön aussah und alles was vom Wetter stark mitgenommen wurde weg. Puh… Und schon sieht es besser aus!

18. Sortiere deine Essecke aus
Nimm alles vom Esstisch herunter, das nichts mit Essen zu tun hat. Wenn du ein Geschirrregal hier hast, kannst du auch mal schnell durchgehen. Wie immer gilt: wirf alles weg, was kaputt ist und was du wirklich nicht schön findest (das könnten vielleicht sogar Freunde haben wollen).

19. Sortiere die Gegend um deinen Fernseher aus
Entferne alle überschüssigen Fernbedienungen, verirrte DVDs (wo sind die Hüllen dazu? Und wer hatte sie mir noch einmal ausgeliehen?), Kabel und Konsolen-Controller, die du nicht mehr brauchst.

20. Sortiere deinen Wäscheraum aus
Leere die Flächen auf der Waschmaschine und dem Trockner, werfe die alten Fusseln endlich weg, genauso wie die einzelnen Socken und die alten Waschmittel-Behälter.

21. Sortiere deine Accessoires (Socken/Schmuck/Uhren/…) aus
Jede Sockenschublade kann einen kleinen Sortierdurchgang vertragen. Wirf einzelne Socken weg. Und weil du schon dabei bist: Sortiere deine Accessoires (Schmuck, Haarbänder/Uhren/…) aus und behalte nur, was du wirklich magst. Wenn du so richtig vom Ehrgeiz gepackt wirst, dann sortiere deine Unterwäscheschublade auch gleich durch.

22. Sortiere unter deinen Waschbecken aus
Wirf alte Reinigungsmittel und allen Kram aus, der nicht hier her gehört.

23. Sortiere deine Hausapotheke aus
Sortiere alle abgelaufenen Medikamente aus (informieren, was du wirklich wegwerfen darfst!).

24. Sortiere deine Outdoor-Ausrüstung aus
Wanderstiefel, Schlitten, Strand-Schirme, Schnorchel, … was auch immer du draußen benutzt, bzw. gerne benutzen würdest. Denke noch einmal darüber nach, ob du sie WIRKLICH verwendest. Diese Ausrüstung verbraucht wertvollen Stauraum!

25. Sortiere deinen Flur aus
Der erste Eindruck, den Besucher von deiner Wohnung bekommen sollte sauber und gelassen sein. Sortiere alles aus, was hier herum hängt und nicht hier sein muss.

26. Sortiere deine Vorratskammer/-schublade aus
Sortiere alle abgelaufenen Lebensmittel aus (Achtung! Nur, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist, heißt es noch nicht, dass es kaputt ist!). Verschenke die Dinge, die noch gut sind, die du aber nie verwenden wirst.

27. Sortiere deine Küche aus
Entferne alle Gegenstände, die du nicht so oft verwendest. Überlege dir genau, ob du wirklich von so vielen Dingen zwei Ausgaben brauchst. Räume die Arbeitsfläche, bis auf die Gegenstände frei, die du täglich brauchst.

28. Sortiere deine Schubladen aus
Öffne alle Schubladen in deiner Wohnung und nimm aus jeder Schublade ein paar Gegenstände heraus. Schnell, wirkungsvoll und hilfreich.

Geschafft! Wenn es dir nicht reicht, kannst du ja von oben noch einmal anfangen, oder dir diesen Artikel der Krautreporter lesen und mal schauen, was dir davon direkt ins Auge fällt. Jedes kleine bisschen „Zeug“, dass du aussortierst, kann dein Leben leichter machen.

iOS 9 und die mobilen Daten

Wie es sich für einen Apple-Fanboy gehört (der aber nicht wahnsinnig genug ist, sich die Beta des Betriebssystems auf sein iPhone zu packen), habe ich gestern bei erster Gelegenheit das neue Update für mein iPhone heruntergeladen und installiert.

Neben all den Dingen, die ich toll finde (Content Blocker, neue Systemschriftart, Stromsparmodus, schnelles Zurückkehren zur vorigen Appuvm.) bin ich heute direkt über etwas gestolpert, dass für alle relevant sein dürfte, die ein geringes Inklusivvolumen in ihrem Mobilfunkvertrag haben (ich habe z.B. nur 200MB).

Unter iOS 9 gibt es jetzt nämlich eine Funktion, die sich WLAN-Assist nennt. Wird diese aktiviert (was von Haus aus der Fall ist), schaltet iOS bei langsamer WLAN-Verbindung automatisch auf das Mobilfunknetz um, wenn dieses schneller ist. So kann es passieren, dass man unbemerkt in einem überlasteten WLAN sein Datenvolumen leersaugt.

wlan-assist

Um das zu verhindern einfach in den Einstellungen den Punkt „Mobiles Netz“ antippen und ganz bis nach unten scrollen. Schon könnt ihr wieder sorglos im WLAN unterwegs sein.

EDIT: Das iPhone 4S scheint nicht betroffen zu sein, sodass man davon ausgehen kann, dass diese Funktion erst ab iPhone 5 verfügbar ist.

Love does

In den letzten Tagen habe ich „Love does“ von Bob Goff gelesen und bin mehr als nur begeistert.
Christian hatte es mir schon vor längerer Zeit empfohlen und seitdem lag es bei mir rum und wartete darauf gelesen zu werden.
Jetzt, nachdem ich endlich dazu kam kann ich sagen, dass es eines der besten und inspirierendsten Bücher war, die ich je gelesen habe.

Bob Goff schreibt vor jedes Kapitel ein kleines Zitat nach dem Motto „Früher … aber heute …“.
Zum Weiterdenken, Provozieren und als kleinen Teaser habe ich die meiner Meinung nach besten dieser Zitate rausgepickt:

I used to be afraid of failing at something that really mattered to me, but now I’m more afraid of succeeding at things that don’t matter.

 

I used to think the words spoken about us describe who we are, but now I know they shape who we are.

 

I used to think religion tasted horrible, but now I know I was eating the fake stuff.

 

I used to think I had missed the mark and God was mad about it, but now I know „missing the mark“ is a stupid analogy.

 

I use to think life could be shared with anyone, but now I know choosing the right people is pretty important.

 

I used to think knowing God was like going on a business trip with Him, but now I know He’s inviting me on an adventure instead.

 

I used to think God wouldn’t talk to me, but now I know I’m just selective with what I choose to hear.

 

I used to be afraid that if I was authentic I might take a hit, but now I know that being real means I will take a hit.

 

I used to think I should talk about everything, but now I know it’s better to keep some things a secret.

 

I used to think I could learn about Jesus by studying Him, but now I know Jesus doesn’t want stalkers.

 

I used to think that taking a risk would reduce the number of friends I have, but now I know that love draws more people in.

evernote

Wofür Evernote?

Evernote ist ein geniales Programm. Man kann darin Notizen anlegen, Checklisten schreiben, PDFs oder Bilder ablegen und vieles mehr. Alle Dokumente werden zwischen allen möglichen Plattformen (Mac, Windows, iOS, Android, …) gesynct und sehen überall auch gleich aus.

Immer, wenn dieses Wunderwerk der heutigen Technik in Gesprächen auftaucht, höre ich auch von den meisten Gesprächspartnern eine Variation der folgenden Feststellung: „Ich finde die Funktionen auch klasse, aber ich weiß eigentlich gar nicht so richtig, wofür ich Evernote verwenden soll…“

Nachdem Michael Hyatt in einer Podcast-Episode letztens seine Verwendungsweisen für Evernote genannt hat, dachte ich, ich zähle auch einmal meine sieben besten (man macht heute ja Listen, oder?) Verwendungsweisen für Evernote auf.

1. Rezepte

Das Internet ist voller Rezepte und wir wollen immer wieder neue Dinge ausprobieren. Dafür haben meine Frau und ich ein geteiltes Notizbuch in Evernote angelegt, in das unsere Rezepte kommen. Sobald einer von uns über etwas stolpert, zieht er einfach die jeweilige PDF in das Notizbuch.
Das Rezept wird dann natürlich fein säuberlich mit Schlagworten versehen (vegetarisch, Hauptmahlzeit, WeightWatchers, Nachtisch, …), damit wir es schneller wieder finden. Wenn etwas richtig lecker war, dann bekommt es auch genau dieses Schlagwort zugewiesen.
Planen wir die Mahlzeiten für die Woche werden einfach die jeweiligen Rezepte als Favoriten gesichert.
Der besondere Clou: Beim Kochen rufen wir einfach Evernote auf dem iPad auf und können so das Rezept umweltschonend mit in die Küche bringen.

2. Wer hat was von mir ausgeliehen?

Wahrscheinlich kennt das jeder: Man möchte ein Buch lesen/einen Film schauen und muss feststellen, das an der dazugehörigen Stelle im Regal eine Lücke ist. Hatte dieses Buch jetzt Simone ausgeliehen oder haben wir es schon an Martina weiter gegeben? Liegt dieser Film noch bei Max oder war es doch Alex, der ihn wollte? Oder hat ihn Tine beim letzten Besuch mitgenommen?
Um einen Überblick zu behalten haben wir (auch wieder) eine geteilte Notiz, in der die ausgeliehenen Dinge entweder stehen, oder (noch besser) ein Foto der „Ausleiher“ mit dem ausgeliehenen Gegenstand zu sehen ist. – Suuuuuper praktisch, wenn man nicht das Gefühl bekommen möchte, man werde langsam senil. 😉

3. Checklisten

Es gibt Dinge, die muss man immer wieder im Leben machen, wie zum Beispiel beim einem Umzug die Änderung der eigenen Adresse an alle möglichen Unternehmen zu melden. Wer möchte denn da jedes Mal wieder neu überlegen, an wen man sich jetzt alles wenden muss?
Oder, nicht ganz so häufig: Man packt seinen Koffer für einen Besuch bei Freunden oder ein Seminar oder den Urlaub. Auch da hat man eigentlich schon oft genug vergessen etwas für die Gastgeber mitzunehmen oder den Schlafanzug einzupacken. Wäre es nicht schön, wenn man aus seinen Fehlern direkt lernen könnte?

Genau für solche Zwecke habe ich verschiedene Checklisten als jeweils eigene Notizen angelegt. Gerade jetzt, wo bei uns wieder mal ein Umzug ansteht ist es sehr beruhigend zu wissen, dass ich eigentlich an gar nichts mehr denken muss (also für die Adressänderung), sondern nur die Liste von oben nach unten durchgehen kann.
Für Reisen habe ich auch eine eigene Liste angelegt, auf der natürlich viel mehr steht, als ich für jede Reise brauche, aber wenn ich es eilig habe, kann es passieren, dass ich außer Deo, Zahnbürste und iPhone-Ladekabel alles zu Hause vergesse. 😉

4. Urlaubsplanung und -ausführung

Wo wir es gerade von Urlauben hatten. Nicht immer hat man am Urlaubsort Internet (man will ja schließlich auch abschalten). Da ist es echt praktisch, dass man in Evernote (Pro) manche Notizbücher als „Offline-Notizbuch“ markieren kann.
Wir planen also unseren Urlaub im Voraus und packen Screenshots von Landkarten, Ausschnitte von Touri-Websites, Kontaktadressen und Öffnungszeiten in ein Evernote-Notizbuch. Dieses Notizbuch wird in iPhone und iPad als Offline-Notizbuch markiert und schon haben wir selbst im Flugmodus alle nötigen Informationen und Landkarten dabei.

5. Zeitschriftenarchiv

Dieser Punkt ist wahrscheinlich eher für Pastoren praktisch. Wir lieben es Zeitschriften zu archivieren, weil wir vielleicht noch einmal diesen Artikel über die Gebetspraxis dieser Einsiedlermönche in Osteuropa für eine Predigt verwenden können. Der Haken dabei: Wer hat schon Platz für all diese Artikel?
Außerdem liebe ich es Einrichtungszeitschriften zu lesen um mich inspirieren zu lassen. Aber bis zum nächsten Umzug einen extra Keller dafür anzumieten ist auch eher unpraktisch.
Das Problem löst unser großes Küchenmesser in Zusammenarbeit mit unserem ScanSnap S1300i und Evernote.
Einfach die Zeitschriften zerschneiden (oder nur einzelne Seiten), einscannen und dann die PDF in Evernote importieren.
Das Besondere am Evernote-Archiv: Alle PDFs und Bilder werden durch eine OCR-Software gelassen, sodass ich gar keine Stichworte festlegen muss. Bei einer Suche nach „Gebet“ taucht der Artikel über die Mönche ganz automatisch wieder auf.

6. Betriebsanleitungen

Betriebsanleitungen sind nie zur Hand, wenn man sie braucht. Sie liegen irgendwo oder sind fein säuberlich in einem dicken Ordner im Büro archiviert. Aber ich bin nun einmal gerade in der Küche und mein Hamster hat beschlossen die Gießkanne über sich selbst zu schütten. Ich muss jetzt SOFORT wissen: Darf ich ihn jetzt in der Mikrowelle trocknen oder nicht? (Spoiler: Ich darf nicht!)
Mittlerweile hat fast jede Firma für ihre Geräte die Betriebsanleitung als PDF zum Download auf ihrer Homepage verfügbar. Und wenn nicht? Dann scanne ich sie einfach ein. In den Titel kommt der Name des Geräts und seine Beschreibung (z.B. Mikrowelle) und schon kann ich sie in Windeseile heraussuchen und unser lieber Teddy lebt noch ein paar Jahre glücklich weiter. 😉

7. Instagram-/Twitter-Archiv (etwas „nerdig“)

All die schönen Zitate bei Instagram und das falsche Wissen von faktastisch.net würde ja verloren gehen, wenn man sich diese quadratischen Bilder nicht archivieren könnte. Instagram bietet keinen direkten Download an und jedes Mal einen Screenshot machen ist irgendwie auch blöd. Zur Rettung eilt hier IFTTT und natürlich: Evernote.
Mit diesem einfachen „Rezept„, habe ich IFTTT beauftragt für jedes Foto, das ich bei Instagram als Favorit markiere, eine Notiz in meinem Instagram-Like-Notizbuch in Evernote zu erstellen.
Das Gleiche macht IFTTT mit meinen eigenen Instagram-Fotos und mit meinen Twitter-Favoriten (dann natürlich als Text-Notiz).
Vielleicht für die meisten im ersten Moment etwas sehr nerdig, aber man kann sich in IFTTT relativ einfach reinfuchsen.

 

Das waren jetzt also meine besten Verwendungsweisen von Evernote. Was würdet ihr noch zur Liste hinzufügen?

facade

Authentizität!?

Authentizität ist ein Wort, das man in den letzten Jahren immer öfter hört. „Wenn du Millenials erreichen willst, musst du authentisch sein.“ – „In deinem Beruf erwartet man einfach von dir, dass du authentisch bist.“

Stars versuchen das, indem sie auch aus ihrem Privatleben Twittern und Instagrammen (ist das überhaupt ein Wort?). Pastoren versuchen das, indem sie Geschichten aus ihrem Leben in die Predigten einbauen.

Aber, bleibt es dabei nicht trotzdem häufig bei etwas Künstlichem? Wer postet schon ein Foto bei Instagram, wenn irgendwie der ganze Tag schlecht läuft und man deprimiert vor dem Fernseher auf dem Sofa liegt? Wer schreibt ein Facebook-Update, wenn man sich gerade mit seinem Partner gezofft hat?
Und selbst wenn, auch mit einer Schwäche lässt sich ja super kokettieren und sie damit in eine Stärke, bzw. ein Machtinstrument umwandeln („Schaut mal, was ich alles aufgebe, dann müsst ihr das doch auch…“ – „Da seht ihr, wie schlimm es mir geht, habt mich jetzt bitte alle lieb, weil es keinem von euch auch nur halb so schlecht geht.“).

Auf diese Weise wird die Authentizität zu einer neuen Fassade, die ich aufstelle. Ich lasse Menschen hinter die vorderste Fassade schauen und hoffe, dass sie nicht merken, dass sie sich jetzt wieder nur einen großen Karton anschauen, der an ein Holzgerüst genagelt ist.

In diesem ganzen Authentizitäts-Dschungel treffe ich in den letzten Wochen und Monaten immer wieder auf die Fragen:
Wer bin ich eigentlich wirklich? Und wen glaube ich den anderen vorspielen zu müssen?

Wie die meisten Menschen will ich von denen, die mich umgeben geliebt werden.
Um das zu erreichen schlägt jeder von uns einen anderen Weg ein. Manche passen sich um jeden Preis an. Andere helfen, bis sie nicht mehr können. Der eine ist 24/7 per Telefon oder WhatsApp für Freunde erreichbar und die andere bringt sich so sehr ein, dass in ihrer Firma alles zusammenklappt, wenn sie mal ein paar Tage krank ist.

Bei Christen geht das dann oft so weit, dass sie auch denken, dass sie genau das auch mit Gott machen müssen (denn, seinen wir mal ehrlich, das mit der bedingungslosen Liebe kann nur für die anderen gelten, nicht für solche Vollpfosten wie uns).

Je mehr ich zu diesen Fragen lese, höre, rede und anschaue, desto mehr drängt sich mir der Gedanke auf: Unsere Gegenüber wollen das doch überhaupt nicht von uns. – Ich will das auch gar nicht von meinen Gegenübern.

Wenn ich sehe, dass ein anderer Mensch auch Schwächen hat, dann wirkt er für mich doch sympathischer. Wenn jemand bereit ist, mich um Vergebung zu bitten, wenn er etwas verbockt hat, anstatt seine Fassade immer größer, pompöser und unangreifbarer auszubauen, dann zieht mich das eher zu dieser Person hin, als dass es mich abstößt.

Warum denken wir also ständig, dass wir den Menschen um uns herum etwas vorspielen müssen? Warum arbeiten wir so kräftig daran, die Fassaden aufrecht zu erhalten? Warum belügen wir unsere Kollegen, unsere Familienangehörigen, unsere Freunde, unsere Partner und vor allen Dingen uns selbst?

Mal abgesehen davon, dass wir Menschen damit verletzen, wenn sie plötzlich Lücken in unseren Fassaden entdecken, ist es doch unglaublich anstrengend so zu tun, als seien wir größer, besser, stärker, klüger, kompetenter, … als wir es wirklich sind.

Wie Paul Young in diesem Interview (knapp 40 gut investierte Minuten) erklärt, ist der Weg aus diesem ganzen Getue allerdings nicht einfach. Er hat 11 Jahre (auch mit intensiver Therapie) dafür gebraucht.
Für Donald Miller war es nicht ganz so schwer (andere Vorgeschichte). Aber auch bei ihm ist klar, dass der Weg anstrengender ist, als man im ersten Moment denkt. Er beschreibt das in seinem neuen, sehr lesenswerten Buch „Scary Close“.

Überlege ich allerdings, was die Alternativen für mich und meine Beziehungen (zu Gott und den Menschen) sind, dann bleibt doch einfach nur, sich langsam aber sicher auf den Weg zu mehr echter Authentizität zu bewegen.
Natürlich heißt das nicht, dass jeder Mensch auf der Welt alles über mich wissen muss. Aber mich wegen dieses anderen Extrems nicht auf den Weg zu machen ist auch keine Lösung.

 

Photo von J c auf Flickr.

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Was ich so auf den Ohren habe (Podcast-Empfehlungen)

Sandra Bils hat vor wenigen Tagen verkündet, welche Podcasts sie am inspirierendsten findet. Als ich das gesehen habe, dachte ich: „Was für eine wundervolle Idee!“ und springe jetzt hiermit quasi als Trittbrettfahrer auf den fahrenden Podcastempfehler-Zug auf.

Podcasts sind eine wundervolle Erfindung! Beim Bügeln, Saugen, Spülen, Autofahren oder auch abends im Bett, immer kann man sie hören. Durch dieses Medium können wir uns informieren, etwas neues lernen oder einfach nur Spaß haben.

Die unten aufgelisteten Podcasts werden aktuell von mir gehört (so gut wie jede Folge). Mein Player ist voll von anderen Podcasts, aber die höre ich im Moment nicht mehr, weil ich entweder nicht dazu komme oder mich die Themen/Inhalte im Moment nicht so sehr interessieren. Wenn ich diesen Beitrag in ein paar Monaten schreiben würde, sähe vermutlich alles schon wieder ganz anders aus (man hat leider nicht für alle guten Podcasts der Welt Zeit).

Zur besseren Übersicht habe ich die Liste thematisch sortiert: Glaube/Theologie – Leben als Theologe/Pastor – Popkultur

Und damit das technische auch gleich geklärt ist: Ich manage und höre meine Podcast-Abos schon seit mehreren Monaten mit der sehr guten iPhone-App Castro (eine Empfehlung von Christian).

Nun geht es aber wirklich los!


Glaube/Theologie

hossa

HossaTalk (dt.)

Jay Friedrichs und Gofy Müller diskutieren hier, entweder mit Gästen oder nur zu zweit über verschiedene Themen aus Glauben, Leben, Politik und Kunst. Sehr erfrischend und nicht immer nur zum Zustimmen. Gleichzeitig auch der aktuell einzige deutschsprachige Podcast in meinem Player.

relevant

Relevant Podcast (engl.)

Mitglieder der Redation des Relevant Magzines unterhalten sich hier über verschiedene (viele alberne) Dinge aus Glauben, Leben, Musik, uvm. Zwischendrin gibt es sehr interessante Interviews mit Theologen, Musikern, Schauspielern oder anderen Personen. Bei keinem anderen Podcast muss ich so herzhaft lachen, wie hier.

RobCast

The RobCast (engl.)

Dieser Podcast läuft noch nicht so lange, ist aber jetzt schon mit einer meiner Favoriten. Rob Bell packt verschiedene Themen so übersichtlich und tiefgründig an, wie man es von ihm gewohnt ist. Meine wöchentliche Podcast-Predigt-Dosis (die sich nie wie eine Predigt anfühlt).

 


Leben als Theologe/Pastor

carey

Carey Nieuwhof Leadership Podcast (engl.)

Carey Nieuwhof interviewt hier jede Folge eine andere Person zum Thema „Leiterschaft“, wobei es nicht immer darum geht, wie wir alles optimieren können, sondern sie sich auch ganz offen über Stellen unterhalten, an denen sie gescheitert sind. Sehr ermutigend.

productive

The Productive Pastor (engl.)

Der Titel sagt eigentlich schon alles. Bei dem Podcast bin ich mir nicht sicher, wie lange er noch in meinem Player überlebt.

sermonsmith

Sermonsmith (engl.)

Tolle Interviews, in denen John Chandler dazu befragt, wie sie denn ihre Predigten vorbereiten. Immer wieder neue Ideen dabei.

ymanswers

Youth Ministry Answer (engl.)

Elle und Kenny stellen sich in jeder Folge einer Frage, die ihnen zum Thema Jugendarbeit gestellt werden. Oft ist der Kontext deutlich größer als in unseren Gemeinden, aber es lässt sich eigentlich immer etwas davon mitnehmen. Außerdem haben die beiden eine sehr motivierende und fröhliche Art und der Jingle dieses Podcasts ist eindeutig der beste auf der Liste.


Popkultur

theincomparable

The Incomparable (engl).

Nerds unterhalten sich über Bücher, Filme, Serien, Spiele, … Jede Folge hat ein eigenes Thema und eine andere Besetzung. Hier erlebe ich die Popkultur-Gespräche, die ich mit vielen Menschen nicht führen kann, weil das für sie zu abgehoben ist.

teevee

TeeVee (engl.)

Verschiedene Mitglieder der Incomparable-Besetzung unterhalten sich hier nach Serienfolgen direkt darüber. Die meisten Folgen höre ich nicht, weil ich die Serien nicht schaue, aber allein die Doctor Who-Recaps sind es wert.

tpk

Total Party Kill (engl.)

Wieder verschiedene Mitglieder von „The Incomparable“. Dieses Mal spielen sie Dungeons & Dragons miteinander. Da ich die Crew schon kenne und ich ihre Gespräche einfach witzig finde, habe ich auch hier einen riesen Spaß.


Und nun zu euch: Welche Podcasts gehören zu euren Favoriten?