Single-Tasking

In den letzten Wochen war mein Terminkalender sehr gefüllt und einige Termine hatten es in Sachen Vor- und/oder Nacharbeit ordentlich in sich. In solchen Zeiten passiert es ganz schnell, dass ich gesunde und wichtige Angewohnheiten „fallen lasse“, was die Sache (wie ich immer wieder feststellen muss) nur noch schlimmer macht.

Eine dieser Angewohnheiten ist das „Single-Tasking“. Ich habe mir bei Streaks sogar einen extra Punkt dafür erstellt um meiner Angewohnheit, mehrere Dinge gleichzeitig zu machen (jaja, angeblich können das nur Frauen oder überhaupt niemand, je nachdem wen man fragt) entgegen zu treten. Ich habe nämlich gemerkt, dass mich Multitasking unglaublich viel Kraft und Konzentration kostet, die dann wieder zu mehr Multitasking führen. Ein Teufelskreis also aus dem ich jetzt (mal wieder) versuche auszubrechen.

Als ich einem Freund von meiner neuen „Streak-Todo“ erzählte, meinte er: Ab wann gilt denn diese Todo für dich als erledigt? Was sind deine Kriterien, die dir zeigen, ob du es geschafft hast?

Da ich mich schon vor ein paar Monaten mit dem Thema befasst habe (und es dann natürlich unglaublich erfolgreich ein paar Tage durchgeführt habe), kann ich diese Frage tatsächlich beantworten.

Wer möchte, kann auch noch interessante Blog-Artikel von anderen Autoren dazu lesen, die mich inspiriert haben (hier, hier und hier).

Jetzt aber zu der Liste von meinen Single-Tasking-Kriterien, denn was wäre ein Blog-Post von mir ohne eine unsortierte Aufzählung? ;)

  • Keine Handy-Benutzung auf der Toilette, während eines Films, während eines Telefonats, …
  • Keine Podcasts während ich Auto fahre, spazieren gehe, einkaufen gehe, …
  • Während ich über etwas nachdenke, meine Gedanken nicht durch Twitter, Facebook, Instagram, Mails, … unterbrechen.
  • Beim Lesen eines Buches nicht gleichzeitig den weiteren Tag planen.
  • In Gesprächen das Handy in der Tasche/auf dem Tisch lassen.
  • Während der Computer ein Programm/Dokument öffnet, das ich gleich bearbeiten möchte nicht noch andere Dinge „schnell erledigen“.
  • Wenn mir zwischendrin eine Idee kommt: aufschreiben und nicht alles stehen lassen und sie umsetzen/anpacken.

Das Interessante an der ganzen Sache ist: Ich wirke dadurch für mich viel ineffektiver, langsamer und unproduktiver. Aber in Wirklichkeit kann ich alle Sachen deutlich besser machen, wenn ich ihnen meine volle Aufmerksamkeit widme.

Welche Herausforderungen habt ihr? Wo könnte euch ein bisschen mehr „Single-Tasking“ gut tun?

Meine Morgenroutine

Auf verschiedensten Blogs und zahlreichen Pinterest-Pins kann man lesen, wie eine optimale Morgenroutine gestaltet werden muss, damit man perfekt in den Tag startet, super produktiv wird und zu einem mega-erfolgreichen Menschen aufsteigt.

Diesen Anspruch habe ich nicht, aber wer weiß, vielleicht kann meine eigene Morgenroutine den Einen oder die Andere dazu inspirieren den eigenen Morgen etwas bewusster zu gestalten.

Noch ein wichtiger Hinweis vorneweg: Wir haben keine Kinder, was es natürlich deutlich erleichtert eine eigene Routine zu finden. ;)
Jetzt aber die wichtigsten Punkte für mich jeden Morgen:

1. Flugmodus
Meine Morgenroutine beginnt eigentlich schon am Abend vorher indem ich mein iPhone in den „Flugmodus“ versetze und es ins Büro lege. Dadurch schaue ich morgens nicht zuerst auf alle möglichen Meldungen oder checke mal schnell bei Twitter, Instagram und Co, was die Nacht über so gelaufen ist.
Mein Start in den Tag hat dadurch mehr damit zu tun, was ich möchte, als was andere Menschen möchten (oder Social-Media-Firmen möchten, dass ich es möchte).

2. Kein Snooze
Meine Casio F91w weckt mich mit einem relativ unfreundlichen Piepen. Die Vorteile der Uhr: Von dem Piepen bin ich wirklich wach! Ich habe keine Ahnung, ob die Uhr einen Snooze-Button hat.
Dadurch stehe ich einfach auf (manchmal auch mit etwas Verzögerung).

3. Trinken
Der Körper braucht morgens wieder neue Flüssigkeit. Das habe ich so oft in Gesundheitsratgebern gelesen, bis ich mich entschieden habe, es tatsächlich zu glauben. Seitdem trinke ich jeden Morgen zwei Gläser Wasser. Das tut gut und gibt mir tatsächlich Energie.

4. Bibel lesen und Beten
Ich starte immer mit Luthers Morgensegen, wodurch ich einen festen Rhythmus habe. Danach lese ich das Kapitel, das in unserer Bibellesegruppe (hoch leben Skype und WhatsApp für den Austausch!) gerade dran ist, denke darüber nach und bete wegen des Textes und für Menschen in meiner Familie, meinem Freundeskreis und meiner Gemeinde.
Ich hatte das viele Jahre nur sehr wenig gemacht und spüre jetzt, wie gut mir das tut, damit gleich in den Tag zu starten. Ich mache es nicht aus Pflicht, sondern weil ich es tatsächlich super finde (mein 25-jähriges Ich schüttelt gerade den Kopf und glaubt mir kein Wort).

5. Sport
Dank Pur-Life kann ich jeden Morgen ca. eine halbe Stunde Sport machen und damit verschiedene Zonen meines Körpers trainieren. Das bringt zum Schwitzen und tut mir gut (wenn ich nicht mega Muskelkater bekomme, weil der Kurs doch etwas heftig war). Mir macht Sport immer noch nicht so richtig Spaß, aber ich merke, dass mein ganzer Tag und meine ganze Woche anders verlaufen (von meiner Stimmung und meiner Aufmerksamkeit), wenn ich ihn nicht weglasse.
Zum Glück ist das mittlerweile eine feste Routine, über die ich mit mir nicht diskutieren muss.

6. Tagebuch schreiben
Jörg Ahlbrecht hat vor ein paar Jahren bei einem Vortrag davon erzählt, dass er immer mit der Frage „Was liegt mir gerade auf der Seele?“ (oder so) Tagebuch schreibt. Das hat mich davon befreit, immer einen „Liebes Tagebuch…“-Rückblick zu schreiben. Außerdem habe ich in der gleichen Zeit an verschiedenen Stellen gelernt, dass man nicht alles ganz oder gar nicht machen muss, sondern Dinge auch weiter betreiben kann, wenn man sie mal ein paar Tage vergessen hat.
Seitdem schreibe ich (mit kleinen Aussetzern) so gut wie jeden Tag Tagebuch. Es hilft mir meine Gedanken zu sortieren und manchmal Worte für meine Emotionen zu finden.

7. Lesen
Ohne Input kann ich meinen Beruf nicht so gut ausüben, weswegen es sehr wichtig ist zu lesen. Das passt morgens super rein, bevor der ganze Trouble des Tages angefangen hat auf mich einzuströmen. Ca. eine halbe Stunde nehme ich mir dafür, mache mir Notizen, denke darüber nach und lerne davon.
Manchmal inspiriert es Predigten, manchmal hilft es mir einzelne Bereiche meines Pastorendaseins zu überarbeiten. Manchmal ist es auch eher ein Reinfall (man weiß ja vorher nicht, was man bekommt).
Insgesamt merke ich aber in meiner ganzen Tätigkeit, dass ich wieder mehr Input bekomme.

8. Meditieren
Jeden Tag zu Beginn noch einmal 10-15 Minuten ganz still sein, hilft mir entspannter auf die Herausforderungen des Tages zuzugehen. Ich nutze dazu Headspace, auf das ich in meinem iPhone-Homescreen-Beitrag ja schon hingewiesen habe.

9. Frühstücken
Ich kann auch ohne Frühstück am Morgen leben, habe allerdings gemerkt, dass ich durch ein gescheites Müsli (Haferflocken und frisch Obst reinschneiden) oder eine Portion „Overnight Oats“ deutlich später Hunger (oder Lust auf Süßkram) bekomme und den Vormittag über fitter bin.

Das war es auch schon. Die Reihenfolge variiert je nach Tag und je nachdem ob ich morgens schon Termine habe oder eben noch nicht. Und grundsätzlich gilt natürlich bei all dem Routine-Erstellen: Wenn es mal nicht klappt, ist das nicht schlimm. Morgen ist auch wieder ein Tag und die Welt dreht sich weiter.

Und noch ein Hinweis: Am Sonntag mache ich auf jeden Fall eine Pause. Das tut Körper, Geist und Seele gut, da ich einen Tag nichts „leisten“ oder „abhaken“ muss.

Was macht ihr so morgens? Wie startet ihr in den Tag? Schreibt mir einfach bei Twitter oder bei Facebook, denn das würde mich sehr interessieren!

Das war 2017!

In den letzten Wochen ging bei Twitter wieder die Idee rum, dass man einen Tweet schreibt und pro „Like“ dieses Tweets eine Sache nennt, die im aktuellen Jahr gut war.

Weil ja nicht jeder bei Twitter ist und ich viel mehr Dinge habe, als es „Likes“ gab, hier eine unsortierte Liste der guten Dinge des Jahrs 2017:

  • Zwei Wochen Englisch reden und hören und leben im Sommer. Ich wusste nicht, wie sehr ich das wirklich liebe.
  • Ich habe es tatsächlich geschafft, jede Woche ein Buch zu lesen und dabei so viele sehr gute Geschichten und Welten besucht (bei Goodreads könnt ihr sie alle sehen).
  • Hatte zum ersten Mal einen Praktikanten und dabei erleben dürfen: ich bleibe weiter Lernender und kann trotzdem tatsächlich schon Sachen weitergeben.
  • Ich habe endlich eine Spielegruppe gefunden, mit der ich mein Brettspiel-Hobby ausleben kann. Danke gesellschaftsspieler-gesucht.de!
  • Ich habe zum ersten Mal Blut gespendet.
  • William Turner in der National Gallery in London.
  • „Manchester by the Sea“ im Open Air-Kino in Chemnitz.
  • Landeserntedankfest des Landes Sachsen bei uns in Burgstädt.
  • Streetfood in London.
  • Lang ersehntes Treffen mit Felix in Bayreuth.
  • Zum ersten Mal für mehrere Tage im Kloster auf dem Petersberg.
  • Das Antworten mit einem Herz auf Tweets, statt einfach nur zu „Liken“, weil Menschen die extra Taps wert sind.
  • Meine erste Portion „Fisch & Chips“.
  • Ich habe ein iPhone 7 gekauft und finde die 3D-Touch-Technologie immer noch unfassbar erstaunlich und genial.
  • Die Glatze fühlt sich gut an.
  • Von einem Bauern beim Spaziergang einfach so Zucchini, Rote Beete und Gurken geschenkt bekommen.
  • Habe zwei Jobangebote von außerhalb meines eigentlichen Berufs bekommen.
  • Ich habe wieder angefangen zu bloggen.
  • Englische Buchläden!
  • Internationale Freundschaften pflegen und aufbauen (Japan, Papua-Neuguinea, England, USA).
  • Die Maultaschensuppe mit Kartoffelsalat beim Geburtstag meines Opas.
  • „Spider-Man“ in einem englischen Kleinstadtkino.
  • Emotionen. In allen Formen und Farben.
  • D&D mit anderen verrückten Jungs über Teamspeak.
  • Regelmäßig Sport machen, Tagebuch schreiben, Bibel lesen.
  • Pandemic Legacy mit Bine durchspielen.
  • Ausprobieren, scheitern dürfen und sich bei beidem gut fühlen.
  • Mehr Kontakt zu den Twitterern*, denen ich teilweise schon länger folge (z.B. @frauauge, @hannagelb, @preachitbaby, …)

Ich wünsche euch allen einen guten Start ins neue Jahr und viele inspirierende und spannende Erlebnisse darin!

Minimalismus?!

Schon seit Wochen will ich hier etwas über Minimalismus schreiben, aber irgendwie passen meine Ideen und meine Zeit (oder auch mein gesundheitlicher Zustand) nicht zueinander. Und jetzt dachte ich mir: Fängste halt mal an!

Heute also zur Einführung die Frage: Was ist eigentlich Minimalismus (für mich)?

Ich beschäftige mich schon seit vielen Jahren mit dem Thema Minimalismus, also mit der Frage „Wie viel muss ich wirklich besitzen/in meinem Leben haben um ein schönes und zufriedenes Leben führen zu können?“, beziehungsweise „Welche Dinge sind mir dabei im Weg, frei leben zu können?“.

Dabei habe ich manchmal richtige „Ausräumphasen“ und manchmal beschäftigt mich das Thema monatelang überhaupt nicht. Ich bin bei weitem kein Profi auf dem Gebiet und will es auch überhaupt nicht sein. Mein Ziel ist es nicht, Listen erstellen zu können mit den „einzigen 100 Gegenständen, die ich besitze“ oder Bilder von unserem vollkommen kahlen Wohnzimmer zu posten, weil es so genial ist, endlich kein Sofa mehr zu haben (mal ehrlich, wer glaubt sowas wirklich?!?!?!?).

Ausräumen darf für mich nie auf Kosten der Lebensqualität, sondern muss immer zugunsten der Lebensqualität geschehen. Das Ergebnis ist eine relativ gut aufgeräumte Umgebung, in der sich auch andere Menschen wohlfühlen, weil man bei uns nicht von allem möglichen „Kram“ erschlagen wird.

Man könnte uns (ich bin da ja nicht alleine unterwegs, sondern mit meiner genialen Frau) vielleicht mit Joshua Beckers Worten „rational Minimalists“ nennen. Minimalismus ist für uns der Weg zu einem Ziel, nicht das Ziel an sich.

In den nächsten Tagen und Wochen werde ich (hoffentlich) noch mehr darüber schreiben, wie das für mich, bzw. uns aussieht.

Because it’s awesome! – April 2017

Der April war irgendwie wieder schneller rum, als gedacht. Aber auch hier gab es wieder so einiges, was mir gefallen hat. Vielleicht gefallen sie euch ja auch? ;)


A Gathering of Shadows von Victoria E. Schwab

Teil 2 der Trilogie, aus der ich Teil 1 im März schon angepriesen hatte. Dieses Mal kennt man die Charaktere schon, allerdings braucht die Handlung eine ganze Weile bis sie wirklich in Fahrt kommt (sie ist sehr schön, aber halt nicht so spannend wie Teil 1). Das liegt vor allem daran, dass Teil 2 eine wunderbar fantasievolle Geschichte ist, deren spannendste Elemente allerdings auf Teil 3 hinweisen (Cliffhanger!!!).
Für einen mittleren Band einer Trilogie ist das Buch sehr gelungen, aber ich war doch sehr froh, dass Teil 3 schon raus ist.
Spoiler alert! So wie der angefangen hat, wird er im Mai-Beitrag sicher auftauchen ;)


Doctor Strange (2016)

Ich mag die meisten Marvel-Filme und dieser ist keine Ausnahme. Gewaltige Bilder (teilweise eindeutig von Inception abgeschaut), lustige Charaktere und ein bisschen Spannung. Außerdem ist Benedict Cumberbatch einfach ein toller Schauspieler. Ich kann es kaum erwarten, ihn wieder im Kostüm von Mr. Doctor Strange zu sehen!


The Battle of Polytopia (iOS, Android)

Ein kleines rundenbasiertes Strategiespiel für  iOS undAndroid. Jede neue Runde in der zufällig generierten Welt macht wieder Spaß. Was erforsche ich als erstes? Wo befinden sich die Gegner? Schaffe ich, alle Ziele zu erreichen?
Ich bin tatsächlich am Überlegen, mir die zusätzlichen Stämme noch zu kaufen. Das eigentliche Spiel ist nämlich kostenlos!


Dieses Gedicht von B.E. Fitzgerald

Ein Auszug:

But I hope, I pray, that one day you will realize how blessed
you are to be alive in a moment where you can google search
how to say I love you in 164 different languages.


Dieser Tweet von @hoeptoep


Dieser Tweet von @IJMDE

Ich bin einfach begeistert von der Arbeit, die IJM weltweit macht und so dankbar für diese Organisation Botschafter sein zu dürfen!


Trailer für „Thor: Ragnarok“

Zum Abschluss noch einmal Marvel. Mein Gesichtsausdruck war gar nicht sooo anders, als ich den Trailer gesehen habe. :D

30 Day Declutter, oder: Endlich mal wieder aufräumen!

So ungefähr einmal im Jahr versuchen Bine und ich unser Hab und Gut auszumisten. Angefangen hat es, dass uns bei unseren vielen Umzügen aufgefallen ist, dass wir eine Menge der Dinge nicht brauchen, die wir besitzen. Und bevor wir sie wieder ein paar Stockwerke hoch oder runter schleppen müssen, haben wir sie lieber aussortiert.
Irgendwann bin ich dann in den Weiten des Internets über eine „30 day challenge“ (30 Tage Herausforderung) gestolpert, die einen herausfordert, seine Wohnung aus-, bzw. aufzuräumen. Das Schöne daran war, dass es nicht um riesige Brocken ging, die einen Stundenlang aufhalten, sondern die Aktion in viele kleinere Teile aufgesplittet ist, die teilweise nur 5-10 Minuten brauchen. Also haben wir das direkt mal ausprobiert und fanden es so gut, dass wir es seitdem jedes Jahr versuchen.

Da ich hin und wieder danach gefragt wurde, dachte ich, dass ich sie hier einfach einmal wiedergebe. Wir haben sie uns als Evernote-Notiz angelegt, sodass wir schön abhaken können, was wir schon geschafft haben, aber das könnt ihr ja so machen, wie es für euch selbst passt. Irgendwann sind mir in den Überarbeitungen auch zwei Tage abhanden gekommen. Wahrscheinlich waren es Dinge, die uns überhaupt nicht betreffen, oder die „Challenge“ hatte von Anfang an nur 28 Tage, wer weiß. Der Rest der Liste ist einfach aus dem Englischen übersetzt, sodass sowohl die Überschriften, wie auch die Anweisungen dazu nicht von mir sind.

Wenn ihr also das Gefühl habt, dass bei euch etwas viel Zeug rumsteht, dann kann die Liste vielleicht helfen, wieder ein bisschen mehr Raum zum Atmen zu schaffen. Viel Spaß dabei!

1. Sortiere deine Kleidungsstücke aus
Wenn du es schon seit einem Jahr nicht mehr getragen hast, sortiere es aus (Es werden immer wieder Kleider für verschiedenste Wohltätige Zwecke gesammelt). Wenn du es nicht magst, sortiere es aus. Brauchst du wirklich so viele T-Shirts?

2. Sortiere deine „Papiere“ aus
Schnapp dir deine Ordner und geh an die Arbeit. Sortiere alles aus, was du nicht mehr brauchst. Wenn du es nur zur Erinnerung aufhebst, kann vielleicht ein schnell gemachtes Foto (oder über eine Scanner-App als PDF abspeichern?) ausreichen um es aufzuheben? Super Ziele: alte Zeitschriften, Anleitungen für Geräte (viele kann man mittlerweile als PDF beim Hersteller herunterladen), Prospekte, die du nie lesen wirst, …

3. Sortiere deinen Kühlschrank aus
Werfe alle abgelaufenen Lebensmittel weg (Achtung! Nur, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist, heißt es noch nicht, dass es kaputt ist!). Achte auch vor allem auf die verschiedenen Gewürzpasten. Hast du sie nach diesem einen exotischen Essen vor zwei Jahren wirklich noch einmal verwendet?

4. Sortiere deine Handtücher und Bettwäsche aus
Alte Handtücher, die nicht zusammenpassen sind klassische Schrankplatzblocker. Sortiere sie mit all den verfärbten oder eingerissenen Bettüchern aus. Dasselbe gilt natürlich für die Dinge, die dir nicht gefallen. So schnell kommt man an freien Raum.

5. Sortiere dein Badezimmer aus
Brauchst du wirklich all diese Hotel-Shampoo-Flaschen? Wirf sie weg (vorher aufbrauchen)! Sortiere all die Produkte aus, die du nie verwendest. Genauso wie Kosmetika, die „abgelaufen“ sind und Pröbchen, die du vor Jahren aus Zeitschriften gesammelt hast. Behalte nur die Dinge, die du für dein tägliches Leben brauchst.

6. Sortiere dein Wohnzimmer aus
Nimm dir den Wohnzimmertisch (nicht das versteckte Fach darunter vergessen!), alle Sideboards, das Sofa (auch zwischen den Polstern nachschauen) und den Boden vor und entferne alle unnötigen Gegenstände.

7. Sortiere deinen Keller aus
Keller sind aus einem guten Grund gruselig, aber deiner muss es nicht sein! Nimm dir zehn Minuten um schnell Dinge zu schnappen, die du garantiert nicht mehr brauchst. Du wirst überrascht sein, wie viel du in dieser kurzen Zeit aussortieren kannst. Je größer die Gegenstände sind, desto besser! Zur Not kannst du immer noch den Sperrmüll bestellen.

8. Sortiere die Oberflächen in deinem Schlafzimmer aus
Nachtkästen, Regale, Fläche auf dem Kleiderschrank. Verkleinere den Stapel alter Zeitschriften, werfe Preisschilder und einzelne Socken, sowie alles andere weg, was hier herumlungert.

9. Sortiere dein Büro aus
Wir haben uns schon um den Papierkram gekümmert, aber jetzt geht es um die anderen Gegenstände. Gehe durch deine Büroklammern und Post-Its und sortiere alles aus, was du nicht benutzt. Leere deine Pinnwand und versuche die Anzahl der Gegenstände auf den Arbeitsflächen zu reduzieren. Vergiss nicht, durch die Schreibtischschubladen zu gehen!

10. Sortiere deine Regale aus
Gehe schnell durch alle Regale in deiner Wohnung durch und sammle alles ein, das du nicht mehr brauchst. Schau auch hinter die Bücher, du wirst überrascht sein, was sich da so versteckt. Und wenn du schon dabei bist, kannst du auch gleich schauen, welche Bücher du gar nicht mehr brauchst (oder nie dazu kommen wirst, sie zu lesen) und sie weitergeben/-verkaufen.

11. Sortiere deine Kleidungsstücke aus
Ja, noch einmal! Durch deinen Kleiderschrank kannst du ruhig noch ein zweites Mal gehen.

12. Sortiere deine Spielsachen, Spiele, Bücher aus
Wenn du Kinder hast, ist dein Auftrag klar. Aber selbst, wenn nicht, dann nimm trotzdem deine „Spiel und Spaß“-Ecken in Angriff. Vielleicht hast du zu viele Skat-Blätter oder deine Hobby-Ecke für Modellbau hat etwas überhand genommen. Was auch immer es ist, nimm dir zehn Minuten um das Chaos zu zähmen.

13. Sortiere deine Schuhe aus
Sprich mir nach: „Ich brauche nicht so viele Schuhe!“ Sortiere beschädigte oder unbequeme Schuhe aus. Und denke darüber nach, ob du wirklich alles doppelt brauchst (und damit ist nicht links und rechts gemeint).

14. Sortiere deine Oberbekleidung aus
Fang mit den Accessoires an: Schals, Handschuhe und Mützen sind die typischen Übeltäter. Behalte deine Lieblinge und sortiere den Rest aus (vor allem die einzelnen Handschuhe ohne ihren Partner). Sortiere Jacken aus, die du nie anziehst, sie brauchen viel zu viel Platz!

15. Sortiere deine „Schränke für alles“ aus
Die meisten von uns haben einen Schrank oder Kisten irgendwo, in denen wir den ganzen Rest sammeln. Es ist Zeit, etwas Platz zu schaffen. Gehe durch jedes Fach und jede Kiste und sortiere so viel wie möglich aus. Ich wette, dass du schon vergessen hattest, was da alles rumlag.

16. Sortiere deine Reinigungsmittel aus
Ist dein Reinigungsschrank/-fach voll mit leeren Flaschen? Jetzt nicht mehr. Wirf die Flaschen mit nur noch ein/zwei Tropfen darin weg und schreibe dir auf, was du nachkaufen musst. Alte Mittel, die du nie verwendest, schmutzige Lappen, klebrige Handschuhe, … wirf sie weg (vorher schauen, was davon nicht in die Mülltonne darf!).

17. Sortiere deine Terrasse/deinen Balkon aus
Terrassen und Balkone bieten uns geniale Eckchen in denen sich ungewollte Gegenstände verstecken können. Mache sie leer! Wirf diese tote Pflanzen, Plastikbehälter, alte Kerzen, Dekorationsmaterial, das vor zwei Jahren schon nicht mehr schön aussah und alles was vom Wetter stark mitgenommen wurde weg. Puh… Und schon sieht es besser aus!

18. Sortiere deine Essecke aus
Nimm alles vom Esstisch herunter, das nichts mit Essen zu tun hat. Wenn du ein Geschirrregal hier hast, kannst du auch mal schnell durchgehen. Wie immer gilt: wirf alles weg, was kaputt ist und was du wirklich nicht schön findest (das könnten vielleicht sogar Freunde haben wollen).

19. Sortiere die Gegend um deinen Fernseher aus
Entferne alle überschüssigen Fernbedienungen, verirrte DVDs (wo sind die Hüllen dazu? Und wer hatte sie mir noch einmal ausgeliehen?), Kabel und Konsolen-Controller, die du nicht mehr brauchst.

20. Sortiere deinen Wäscheraum aus
Leere die Flächen auf der Waschmaschine und dem Trockner, werfe die alten Fusseln endlich weg, genauso wie die einzelnen Socken und die alten Waschmittel-Behälter.

21. Sortiere deine Accessoires (Socken/Schmuck/Uhren/…) aus
Jede Sockenschublade kann einen kleinen Sortierdurchgang vertragen. Wirf einzelne Socken weg. Und weil du schon dabei bist: Sortiere deine Accessoires (Schmuck, Haarbänder/Uhren/…) aus und behalte nur, was du wirklich magst. Wenn du so richtig vom Ehrgeiz gepackt wirst, dann sortiere deine Unterwäscheschublade auch gleich durch.

22. Sortiere unter deinen Waschbecken aus
Wirf alte Reinigungsmittel und allen Kram aus, der nicht hier her gehört.

23. Sortiere deine Hausapotheke aus
Sortiere alle abgelaufenen Medikamente aus (informieren, was du wirklich wegwerfen darfst!).

24. Sortiere deine Outdoor-Ausrüstung aus
Wanderstiefel, Schlitten, Strand-Schirme, Schnorchel, … was auch immer du draußen benutzt, bzw. gerne benutzen würdest. Denke noch einmal darüber nach, ob du sie WIRKLICH verwendest. Diese Ausrüstung verbraucht wertvollen Stauraum!

25. Sortiere deinen Flur aus
Der erste Eindruck, den Besucher von deiner Wohnung bekommen sollte sauber und gelassen sein. Sortiere alles aus, was hier herum hängt und nicht hier sein muss.

26. Sortiere deine Vorratskammer/-schublade aus
Sortiere alle abgelaufenen Lebensmittel aus (Achtung! Nur, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist, heißt es noch nicht, dass es kaputt ist!). Verschenke die Dinge, die noch gut sind, die du aber nie verwenden wirst.

27. Sortiere deine Küche aus
Entferne alle Gegenstände, die du nicht so oft verwendest. Überlege dir genau, ob du wirklich von so vielen Dingen zwei Ausgaben brauchst. Räume die Arbeitsfläche, bis auf die Gegenstände frei, die du täglich brauchst.

28. Sortiere deine Schubladen aus
Öffne alle Schubladen in deiner Wohnung und nimm aus jeder Schublade ein paar Gegenstände heraus. Schnell, wirkungsvoll und hilfreich.

Geschafft! Wenn es dir nicht reicht, kannst du ja von oben noch einmal anfangen, oder dir diesen Artikel der Krautreporter lesen und mal schauen, was dir davon direkt ins Auge fällt. Jedes kleine bisschen „Zeug“, dass du aussortierst, kann dein Leben leichter machen.

Love does

In den letzten Tagen habe ich „Love does“ von Bob Goff gelesen und bin mehr als nur begeistert.
Christian hatte es mir schon vor längerer Zeit empfohlen und seitdem lag es bei mir rum und wartete darauf gelesen zu werden.
Jetzt, nachdem ich endlich dazu kam kann ich sagen, dass es eines der besten und inspirierendsten Bücher war, die ich je gelesen habe.

Bob Goff schreibt vor jedes Kapitel ein kleines Zitat nach dem Motto „Früher … aber heute …“.
Zum Weiterdenken, Provozieren und als kleinen Teaser habe ich die meiner Meinung nach besten dieser Zitate rausgepickt:

I used to be afraid of failing at something that really mattered to me, but now I’m more afraid of succeeding at things that don’t matter.

 

I used to think the words spoken about us describe who we are, but now I know they shape who we are.

 

I used to think religion tasted horrible, but now I know I was eating the fake stuff.

 

I used to think I had missed the mark and God was mad about it, but now I know „missing the mark“ is a stupid analogy.

 

I use to think life could be shared with anyone, but now I know choosing the right people is pretty important.

 

I used to think knowing God was like going on a business trip with Him, but now I know He’s inviting me on an adventure instead.

 

I used to think God wouldn’t talk to me, but now I know I’m just selective with what I choose to hear.

 

I used to be afraid that if I was authentic I might take a hit, but now I know that being real means I will take a hit.

 

I used to think I should talk about everything, but now I know it’s better to keep some things a secret.

 

I used to think I could learn about Jesus by studying Him, but now I know Jesus doesn’t want stalkers.

 

I used to think that taking a risk would reduce the number of friends I have, but now I know that love draws more people in.

Authentizität!?

Authentizität ist ein Wort, das man in den letzten Jahren immer öfter hört. „Wenn du Millenials erreichen willst, musst du authentisch sein.“ – „In deinem Beruf erwartet man einfach von dir, dass du authentisch bist.“

Stars versuchen das, indem sie auch aus ihrem Privatleben Twittern und Instagrammen (ist das überhaupt ein Wort?). Pastoren versuchen das, indem sie Geschichten aus ihrem Leben in die Predigten einbauen.

Aber, bleibt es dabei nicht trotzdem häufig bei etwas Künstlichem? Wer postet schon ein Foto bei Instagram, wenn irgendwie der ganze Tag schlecht läuft und man deprimiert vor dem Fernseher auf dem Sofa liegt? Wer schreibt ein Facebook-Update, wenn man sich gerade mit seinem Partner gezofft hat?
Und selbst wenn, auch mit einer Schwäche lässt sich ja super kokettieren und sie damit in eine Stärke, bzw. ein Machtinstrument umwandeln („Schaut mal, was ich alles aufgebe, dann müsst ihr das doch auch…“ – „Da seht ihr, wie schlimm es mir geht, habt mich jetzt bitte alle lieb, weil es keinem von euch auch nur halb so schlecht geht.“).

Auf diese Weise wird die Authentizität zu einer neuen Fassade, die ich aufstelle. Ich lasse Menschen hinter die vorderste Fassade schauen und hoffe, dass sie nicht merken, dass sie sich jetzt wieder nur einen großen Karton anschauen, der an ein Holzgerüst genagelt ist.

In diesem ganzen Authentizitäts-Dschungel treffe ich in den letzten Wochen und Monaten immer wieder auf die Fragen:
Wer bin ich eigentlich wirklich? Und wen glaube ich den anderen vorspielen zu müssen?

Wie die meisten Menschen will ich von denen, die mich umgeben geliebt werden.
Um das zu erreichen schlägt jeder von uns einen anderen Weg ein. Manche passen sich um jeden Preis an. Andere helfen, bis sie nicht mehr können. Der eine ist 24/7 per Telefon oder WhatsApp für Freunde erreichbar und die andere bringt sich so sehr ein, dass in ihrer Firma alles zusammenklappt, wenn sie mal ein paar Tage krank ist.

Bei Christen geht das dann oft so weit, dass sie auch denken, dass sie genau das auch mit Gott machen müssen (denn, seinen wir mal ehrlich, das mit der bedingungslosen Liebe kann nur für die anderen gelten, nicht für solche Vollpfosten wie uns).

Je mehr ich zu diesen Fragen lese, höre, rede und anschaue, desto mehr drängt sich mir der Gedanke auf: Unsere Gegenüber wollen das doch überhaupt nicht von uns. – Ich will das auch gar nicht von meinen Gegenübern.

Wenn ich sehe, dass ein anderer Mensch auch Schwächen hat, dann wirkt er für mich doch sympathischer. Wenn jemand bereit ist, mich um Vergebung zu bitten, wenn er etwas verbockt hat, anstatt seine Fassade immer größer, pompöser und unangreifbarer auszubauen, dann zieht mich das eher zu dieser Person hin, als dass es mich abstößt.

Warum denken wir also ständig, dass wir den Menschen um uns herum etwas vorspielen müssen? Warum arbeiten wir so kräftig daran, die Fassaden aufrecht zu erhalten? Warum belügen wir unsere Kollegen, unsere Familienangehörigen, unsere Freunde, unsere Partner und vor allen Dingen uns selbst?

Mal abgesehen davon, dass wir Menschen damit verletzen, wenn sie plötzlich Lücken in unseren Fassaden entdecken, ist es doch unglaublich anstrengend so zu tun, als seien wir größer, besser, stärker, klüger, kompetenter, … als wir es wirklich sind.

Wie Paul Young in diesem Interview (knapp 40 gut investierte Minuten) erklärt, ist der Weg aus diesem ganzen Getue allerdings nicht einfach. Er hat 11 Jahre (auch mit intensiver Therapie) dafür gebraucht.
Für Donald Miller war es nicht ganz so schwer (andere Vorgeschichte). Aber auch bei ihm ist klar, dass der Weg anstrengender ist, als man im ersten Moment denkt. Er beschreibt das in seinem neuen, sehr lesenswerten Buch „Scary Close“.

Überlege ich allerdings, was die Alternativen für mich und meine Beziehungen (zu Gott und den Menschen) sind, dann bleibt doch einfach nur, sich langsam aber sicher auf den Weg zu mehr echter Authentizität zu bewegen.
Natürlich heißt das nicht, dass jeder Mensch auf der Welt alles über mich wissen muss. Aber mich wegen dieses anderen Extrems nicht auf den Weg zu machen ist auch keine Lösung.

 

Photo von J c auf Flickr.