Because it’s awesome! – September-Oktober 2018

Die letzten Wochen ist ziemlich viel los, sodass ich weder viel dazu kam Bücher zu lesen oder Serien/Filme zu schauen, noch zu bloggen. Jetzt aber kommt der (zugegeben sehr kurze) Rückblick auf die besten Dinge aus September und Oktober:


Altered Carbon – Season 1 auf Netflix

Sehr gelungene Sci-Fi-Thriller-Serie mit Spannung, Twists, super Schauspielern und abgefahrenen Sci-Fi-Elementen.
Die Serie spielt in einer Welt, in der das Menschliche Bewusstsein auf Disks gespeichert werden kann und es damit jedem Menschen möglich ist, den Körper zu wechseln. Gerade die Reichen nutzen das um ewig zu leben. Und so ein Reicher muss jetzt damit klar kommen, dass sein letzter Körper umgebracht wurde, aber durch ein veraltetes Backup nicht klar ist, wie er gestorben ist. Um das herauszufinden „taut“ er einen ganz alten Menschen aus längst vergangener Zeit aus (erinnert ein bisschen an Demolition Man), der das für ihn klären soll. Was danach kommt ist muss man sehr aufmerksam mit verfolgen, damit man hinterher kommt, aber es lohnt sich.


The Calculating Stars von Mary Robinette Kowal

Was wäre, wenn am Anfang des „Space Race“ ein Meteorit die Erde trifft, damit eine globale Erderwärmung lostritt und plötzlich alle Nationen zusammen arbeiten müssen um so schnell wie möglich ins All und damit auf andere Planeten zu kommen?
Und wie wäre das für eine unglaublich kompetente Frau in einer Zeit, in der Frauen an vielen Stellen überhaupt nicht ernst genommen wurden? Und was, wenn sie dann auch noch mit krassen (aber ziemlich gut verständlichen) psychischen Problemen zu kämpfen hätte?
Wenn eine gute Autorin (die Mary Robinette Kowal ist) das in eine Story packt, dann kommt dieser unterhaltsame, informative, tiefgehende und teilweise auch sehr spannende erste Teil einer Romanreihe heraus. Ich freue mich schon sehr auf Band 2!

Because it’s awesome! – Juli 2018

Der Juli war mein Urlaubsmonat, was selbstverständlich wieder bedeutet, dass ich viele Bücher gelesen habe (ich war auch draußen, versprochen!).
Wie letztes Jahr wird dieser Beitrag also etwas länger, wobei ich nicht alles auflisten werde (eine vollständige Auflistung der Bücher findet ihr auf meinem Goodreads-Profil).


Tweet von Michael Frost und auch gutes Urlaubs-/Lebensmotto


Die Kunst, die Eltern zu enttäuschen: Vom Mut zum selbstbestimmten Leben von Michael Bordt

Mal ein Sachbuch zur Abwechslung. Aber keine Angst, es beißt nicht. ;)
Der Titel klingt zwar etwas provokativ, aber in diesem kleinen Büchlein geht es nicht nur um die Beziehung zu den Eltern, sondern insgesamt darum, was uns aufhält uns in einer guten und gesunden Weise abzugrenzen und die Motive für unser Handeln zu hinterfragen. Sehr empfehlenswerter Gedankenanstoß.


Norse Mythology von Neil Gaiman

Eine sehr schöne und gute Nacherzählung der alten nordischen Göttermythen. Ich muss ehrlich gestehen, Odin, Thor und Loki nur aus der Welt der Marvel-Comics und -Filme zu kennen, sodass es eine sehr schöne Abwechslung war, einmal die „ursprünglichen“ Mythen zu lesen. Und Neil Gaiman ist einfach ein guter Autor.


Borderline von Mishell Baker

Die Leute von The Incomparable haben das Buch als Fairy Noir bezeichnet, was es ganz gut trifft. Im Prinzip ist es wieder ein Urban-Fantasy-Buch (es spielt in unserer aktuellen Welt, zu unserer Zeit, aber halt mit Feen, Warlocks und anderen Fantasydingen), was ich ja sehr mag. Die Hauptperson ist eine Frau, die versucht mit ihrer Borderline-Erkrankung klar zu kommen, während sie darüber lernt, dass sich in unserer Welt mehr als nur die Lebewesen aufhalten, von denen wir alle schon gehört haben. Und natürlich muss die Welt vor einer schlimmen Invasion der bösen Fabelwesen geschützt werden.
Spannend, sehr witzig und manchmal auch sehr tief. Ich freu mich schon auf Band 2!


The Strange Case of the Alchemist’s Daughter von Theodora Goss

Was passiert, wenn sich die weiblichen Nachkommen und Kreationen der verrückten Wissenschaftler aus den Alten Büchern (Frankenstein, Jekyll, Rappaccini, Moreau, …) begegnen um herauszufinden, was ihnen ihre Väter wirklich angetan haben und was sie und ihre Berufsgenossen weiter Böses in dieser Welt planen? Und was, wenn sie versuchen das ganze mit der Hilfe von Sherlock Holmes herauszufinden?
Um das herauszufinden, müsst ihr das Buch lesen. ;)
Es ist vom Schreibstil an manchen Stellen den alten Büchern sehr ähnlich (mir also auch etwas zu langsam), hat aber viel Humor und ein tolles Zusammenspiel der ganzen „Monster“. Ganz viele „was wäre wenn“-Szenarien werden hier angedacht und wem das gefällt, der kann gleich zu Buch 2 greifen (wobei ich mir das noch sehr stark überlege, weil es über 700 Seiten hat). :D


The Furthest Station von Ben Aaronovich

Wenn ein weiteres Buch (oder in diesem Fall eine Novella) von einer meiner Lieblingsreihen (Rivers of London) herauskommt, muss ich sie einfach lesen. Der Hauptcharakter dieser Urban-Fantasy-Reihe (hier ist es wieder) ist einfach superwitzig und die anderen Charaktere, sowie das Konzept hinter den Büchern einfach total abgefahren.
Wer sich dafür interessiert, einfach bei Buch 1 (Rivers of London/die Flüsse von London) anfangen. Die Reihe gibt es komplett auch auf Deutsch (vielleicht sogar in eurer örtlichen Bibliothek).


John Rebus #19, 20 und 21 von Ian Rankin

Schon seit Jahren lese ich Ian Rankins „John Rebus“-Reihe (man könnte sagen, der schottische Wallander). Jeden Urlaub versuche ich mindestens eines der Bücher zu lesen. Diesen Urlaub waren es halt drei. :D
Rebus ist in diesen Büchern schon im Ruhestand, kann es aber nicht lassen, sich immer wieder in die Polizeiarbeit einzumischen und dadurch selbstverständlich Chaos zu verursachen, aber eben auch die Fälle zu lösen. Rankin schreibt in ungefähr gleichbleibender Qualität, ich habe also genau das bekommen und genossen, was ich erwartet habe.
Krimi-Fans sollten einfach bei Band 1 (Knots and Crosses/Verborgene Muster) anfangen.


Minimalism auf Netflix

Eine Dokumentation über Minimalismus, die zwei Jungs von theminimalists und warum zumindest ein bisschen davon für unser Leben ganz gut sein könnte. Sie ist sehr gut (und schön) gemacht und enthält auch viele Statements von „klassichen“ Minimalisten-Bloggern wie Leo Babauta, Patrick Rhone und Joshua Becker.
Ich bin darauf gestoßen, nachdem ich auf YouTube ein paar Videos von Matt D’Avella gesehen hatte und er immer wieder seine Dokumentation erwähnt hat.


Crimson Tide (1995)

Man glaubt es kaum, aber ich hatte diesen U-Boot-Klassiker noch nicht gesehen. Sehr spannend, schöne Charaktermomente und super Besetzung (Denzel Washington, Gene Hackman, Viggo Mortensen aka. Aragorn).

Because it’s awesome! – Juni 2018

Der Juni ist rum und ich musste feststellen, dass ich zwischen den vielen Terminen, langen Bahnreisen und den einen oder anderen Steinen im Weg bin ich zu ziemlich wenig gutem Medienkonsum gekommen. Naja, im Juli habe ich drei Wochen Urlaub. Ich hoffe, da doch das eine oder andere gute Buch verschlingen zu können. :)

Jetzt aber erst einmal die tollen Dinge aus dem Juni:


Tweet von @hannagelb

Natürlich war auch schon WM im Juni und ich fand, das Hanna nach dem Deutschland-Aus den besten Kommentar abgegeben hat, den ich seitdem darüber gelesen habe.


And there were (N-one) von Sarah Pinsker im Uncanny Magazine

Ich lese selten Novellas oder Kurzgeschichten. Schon alleine deswegen, weil ich gar keine Ahnung habe, wie ich an sie herankommen soll, bzw. woher ich wissen sollte, was lesenswert ist und was nicht. Aber einmal im Jahr, nach der Hugo-/Nebula-Award-Episode auf The Incomparable habe ich ein paar Empfehlungen von Geschichten die für die beiden Awards nominiert sind und auch die Meinung von den Podcast-Mitgliedern, welche sich lohnen.

In dieser Geschichte von Sarah Pinsker (meine PDF hatte 58 Seiten) wird die Hauptfigur zu einer Convention eingeladen, auf der nur verschiedene Versionen von ihr aus verschiedenen parallelen Universen eingeladen sind. Alles ist zwar seltsam, aber auch interessant, bis eine von ihnen ermordet wird und die Hauptfigur ermitteln muss.
Schon das Konzept finde ich super-interessant und es wurde auch super umgesetzt und war dabei auch noch spannend. Wenn ihr also ein paar Minuten übrig habt, dann besucht einfach den Link in der Überschrift und lest die Geschichte. Ich finde, es lohnt sich.


Designated Survivor – Season 1 auf Netflix

Manchmal möchten Bine und ich einfach einen gemütlichen Abend haben und ein/zwei Folgen einer unterhaltsamen und wenn es geht auch spannenden Serie zu schauen. Vor einigen Jahren haben wir dabei 24 durchgeschaut. Jetzt ist der damalige Hauptdarsteller, Kiefer Sutherland mit einer neuen, ganz anderen und doch auch irgendwie ähnlichen Serie zurück. Wir haben Spaß, Spannung und manchmal auch einfach die nötige Abwechslung.
Wer das sucht, wird bei Designated Survivor (es sind zwei Staffeln bei Netflix, aber wir haben ja nicht jeden Abend Zeit zum Schauen ;) ) fündig.

Because it’s awesome! – April 2018

Wieder ist ein Monat vorbei, was mir die Gelegenheit gibt, zurück zu schauen. Zum Lesen bin ich nicht so viel gekommen (wie man unten sehen kann), aber das schwankt bei mir ja sowieso immer. Dafür habe ich wieder mit Lego „gebastelt“.


Lego NASA-Apollo Saturn V

Wie letzten Monat angekündigt, kommt hier das nächste Lego-Projekt. Zu Ostern habe ich mir die NASA Apollo Saturn V gekauft und sie an einem Tag zusammen gebaut. Die einzelnen Schritte dieser schönen, spannenden und unterhaltsamen Aktion könnt ihr in meinem Instagram-Profil sehen.

Jetzt liegt die etwa einen Meter lange Rakete (zum Stehen ist sie zu groß) auf meinem Regal direkt neben dem Millenium Falcon meiner Schwester und sieht einfach nur beeindruckend aus.

Besonders gefällt mir an der Rakete, dass man tatsächlich die einzelnen Stufen der Rakete auseinander nehmen und die komplette Mondmission dadurch darstellen kann. So ist es sogar auch noch informativ. ;)


Thor: Ragnarok/Thor: Tag der Entscheidung (2017)

Bevor ich Avengers: Infinity War sehen kann, möchte ich natürlich vorher die ganzen vorigen Filme gesehen haben. Thor hat mich dabei sehr positiv überrascht. Nach dem doch etwas dürftigen „Thor: The dark world“ ging es in dieser Version wieder richtig zur Sache: Action, Spannung (ok, nur ein bisschen) und eine ganz gewaltige Portion an Humor. Dass er dabei noch abgefahren schön aussah, hat dem ganzen Erlebnis natürlich nicht geschadet. ;)


The Help (2011)

Berührende, witzige und entlarvende Erzählung über Rassismus in den Staaten der 60er Jahre. Die schauspielerischen Leistung von den meisten Hauptdarstellern hat mich sehr beeindruckt.
Vor allem hat mich aber die Frage getroffen, wo ich mich womöglich komplett daneben verhalte, es aber nicht merke, weil ich so in meinem System gefangen bin…


Codenames: Duett

Schon das mit dem „Spiel des Jahres“ ausgezeichnete Original hat Bine und mir echt Spaß gemacht. Dafür braucht man aber mindestens vier, besser sechs bis zehn Personen.
Wir mögen beide dieses Rätseln darüber, wie man am besten die verschlüsselten Tipps für die eigenen Begriffe auf dem Tisch gibt und haben uns deswegen sehr gefreut zu sehen, dass es auch eine Zwei-Spieler-Variante gibt, die genau so viel Spaß macht.


Tweet von David Rigdon zu dieser Folge von The New Activist

Guilty pleasure: Fool’s Gold/Ein Schatz zum Verlieben (2008)

Als „Guilty pleasure“ bezeichnet man etwas (einen Film, eine TV-Serie, Musik, …), das einem gefällt, obwohl man weiß oder davon ausgeht, dass die meisten Menschen nicht all zu viel davon halten. Jeder hat sie und die meisten haben schon genervte oder schockiert-überraschte Kommentare dazu aus ihrem Freundeskreis gehört. Also, warum nicht mal „öffentlich“ machen und von dem erzählen, was einem gefällt (auch wenn es sonst nur wenige mögen).

Fool’s Gold/Ein Schatz zum Verlieben (2008)

Bei Rotten Tomatoes ist der Film mit nur 11% (von 100) bewertet, also nicht wirklich hoch angesehen. Ich mag ihn trotzdem. Warum?

  • Eine Schatzsuche! In wunderschön blauem Meer!
  • Bine und ich haben ihn relativ am Anfang unserer Beziehung gemeinsam im Kino gesehen.
  • Matthew McConaughey (ich bin mir immer noch nicht mit der Aussprache seines Namens sicher) ist einfach sauwitzig, extrem charmant und nicht nur in diesem Film ein sehr guter Schauspieler.
  • Kate Hudson spielt McConaugheys Ex-oder-doch-noch-Frau grandios. Das Zwischenspiel der beiden ist einfach nur witzig. Ohne sie wäre der Schatzsucher und der Film verloren.
  • Sehr witzige Nebencharaktere.
  • Habe ich schon erwähnt, dass der Film lustig ist?
  • Auch die „romantischen Szenen“, bzw. die „Streitszenen“ treffen öfters den Nagel genau zwischen die Augen.

Wenn ich lange suchen würde, würde ich sicher noch mehr Gründe finden. Aber warum denn? Muss man sich immer erklären? Nein. ;)
Ich mag den Film einfach und wir schauen ihn gerne hin und wieder an.

Maria Magdalena (2018)

Mitten zwischen Karfreitag und Ostersonntag hier eine kurze Empfehlung (sozusagen als Vorgriff auf den Awesome-Beitrag nächste Woche): Schaut euch „Maria Magdalena“ an.

Ist der Film absolut korrekt und weicht an keiner Stelle von der Bibel ab? Natürlich nicht. Das hat bisher noch kein Film geschafft und sollte er ja auch nicht.
War ich von allen Arten, die Lücken zu schließen begeistert? Nein, warum auch. Das Umfeld der biblischen Geschichten ist viel zu kontrovers und zu unbekannt. Zur Not gilt immer „Prüft alles, das Gute aber behaltet“.
Ist der Film „richtig genial“ oder „das Beste, was ich je gesehen habe“? Nein, weswegen er wahrscheinlich Nicht-Christen nicht so stark ansprechen wird.
Würde ich ihn trotzdem empfehlen? Aber klar doch. Hier ein paar kurze unsortierte Stichworte, warum:

  • Joaquin Poenixs Darstellung von Jesus sowohl als Sohn Gottes, als auch als Mensch war die wahrscheinlich bisher beste Jesus-Darstellung, die ich in einem Film gesehen habe.
  • Judas. Man sollte den Film einmal nur mit dem Fokus auf ihn anschauen. Seine Geschichte war für mich am tiefgehendsten.
  • Der Tempel war groß. Wirklich groß. Das ist einem manchmal nur bewusst, wenn man Menschen daneben sieht.
  • Wie war es wohl für eine Frau in einer patriarchalen Gesellschaft mitten unter Männern? Wahrscheinlich äußerst schwierig. Ich denke mal, dass der Film hier an vielen Stellen sogar noch geschönt hat. Sehr krass, sich da mal hineinzuversetzen.
  • „Mein Reich ist nicht von dieser Welt.“ Selten habe ich es so gut und deutlich dargestellt gesehen, wie sehr die Menschen in Jesus Umgebung ihn und seine vielen Predigten vom Reich Gottes falsch verstanden haben. Und ich glaube, wir dürfen nicht aufhören, das zu betonen, weil uns das aus heutiger Sicht so fremd ist.
  • Das Ende (nicht die letzte Szene, aber so insgesamt). So positiv und doch so heftig…
    War euch bewusst, dass die Jünger eigentlich den Frauen nicht geglaubt haben? Ich hatte mich nur an das Wettrennen von Petrus und Johannes zum Grab erinnert. Jetzt habe ich nochmal nachgeschlagen… Tja, auch im Theologiestudium lernt man nicht die ganze Bibel auswendig. ;)

Natürlich ist das alles nur durch meine eigene männlich-westlichliche Brille gesehen. Ich vermute mal, dass Frauen noch einige Dinge mehr dazu zu sagen hätten, aber das ist dann ihre Aufgabe.

Ich wünsche euch auf jeden Fall noch gesegnete Ostertage!

Because it’s awesome! – September 2017

Letzten Monat war ich viel unterwegs und habe spannende Menschen getroffen. Da kam ich dann eher weniger zum Lesen, aber das ist ja der normale Lauf der Dinge. Trotzdem habe ich ein paar Dinge aus dem Bereich der Popkultur, die im September klasse waren:


Star Trek: Discovery S01E01 (2017) auf Netflix

Als Sci-Fi-Fan war der Start der neuen Star Trek-Serie natürlich ein absolutes Muss. Bisher wurde ich auch überhaupt nicht enttäuscht. Sie sieht schön aus, die Charaktere sind interessant und die Story verspricht deutlich mehr herzugeben, als ich erst dachte (Uuuuh, die Klingonen sind böse und wollen alle umbringen. :D). Ich bin sehr gespannt darauf, wie es weiter geht!


„How boredom can lead to your most brilliant ideas“ – TED-Talk von Manoush Zomorodi


„Be secretly incredible“ TEDxLaJolla-Talk von Bob Goff


Tweet von Johanna (@ZielKost)

 

#toomuchTV 009 – Theo

Nach ein paar Wochen Pause, ist heute Theo hier zu Gast. Wir waren zur selben Zeit auf der EH Tabor und haben uns auch wegen unserem Interesse für die Geräte mit dem angebissenen Apfel (und weil er einfach ein richtig toller Kerl ist) immer super verstanden. Außerdem hat Theo in den letzten Wochen ein sehr interessantes Blog gestartet, auf dem er über klasse Themen nachdenkt, aber dazu kann er gleich mehr schreiben. Danke, Theo, dass du dabei bist!

Wer bist du und was waren bisher so deine Lieblingsserien?

Hallöchen,
mein Name ist Christopher Rühl, aber eigentlich sagen die meisten einfach Theo. Ich bin 28 Jahre alt und bin Gemeindepastor im schönen Ergersheim (Mittelfranken). Ich bin gerne unterwegs an mir unbekannten Orten und Städten, liebe es mit Menschen Zeit zu verbringen, Dinge zu reparieren, sowie Spiele, Filme und Serien. Am liebsten hab ich natürlich meine Frau Ina. ;)

Kurzer Einblick in meine Serien-Geschichte (meist in englisch): GilmoreGirls, Breaking Bad, Sherlock, Tatortreiniger, Fuller House, Stranger Things, New Girl, Mr. Robot, White Collar, Modern Family. Sehr unterschiedlich. Aktuell schaue ich Elementary, eine weitere Sherlock Homes Adaption, die an die BBC-Produktion nicht rankommt (und es denke ich auch nicht will), und mit Ina Modern Family zum zweiten mal.

Seit ein paar Wochen verarbeitet ich viele Gedanken und Ideen in meinem neuen Blog: Dort gibt´s Empfehlungen aller Art, auch für Serien. Natürlich alles noch etwas leer, aber das wird noch. Mich findet man auch bei Twitter oder Instagram. Just in case you care.

 

Welche aktuell laufende(n) Serie(n) würdest du gerne anschauen, kommst aber einfach nicht dazu (kein Anspruch auf Vollständigkeit)? Warum würdest du sie gerne anschauen?


Grimm (2015): bei Netflix (5 Staffeln)

Der Detektiv Nick Burkhardt findet heraus, dass er Nachfolger der Grimm ist. Er sieht seltsame Wesen in seinen Mitmenschen, die er aus Märchenerzählungen meint wieder zuerkennen. Seine Tante wird von einem ihm unbekannten Wesen attackiert und Nick erkennt, dass er die Menschheit vor gefährlichen Wesen beschützen muss.
Eine Empfehlung meiner Mum, also ein Grund mehr die Serie zu schauen. Wer macht nicht was seine Mama sagt. Davon abgesehen klingt es sehr spannend und unüblich.


Stranger Things (2016): bei Netflix (1 Staffel)

In einer Kleinstadt vermisst eine gewöhnliche Jungsclique plötzlich ihren Freund Will. Ein plötzlich auftauchendes namenloses Mädchen und seltsame Ereignisse fordern die Jungs heraus der Sache auf die Spur zu kommen. Das in der Nähe untergebrachte und nach außen abgeschottete Regierungslabor macht die Geschichte nur noch seltsamer.
Die erste Staffeln habe ich bereits gesehen und warte sehnsüchtig auf die zweite. Bevor diese läuft wird die erste nochmal geschaut um den Anschluss nicht zu verlieren. So der Plan.


The Man in the High Castle (2015): bei Amazon Prime (1 Staffel)

Was wäre wenn, der zweite Weltkrieg anders ausgegagnen wäre? Was wäre, wenn Amerika und nicht Deutschland besetzt worden wäre? Die Allierten verlieren den Krieg und alles wird anders.
Die ersten Folgen gesehen und leider nicht weiter gekommen. Da das Prime-Abo nun als beendet gilt wird das Weiterschauen auch noch etwas dauern. Trotzdem ein interessanter Ansatz, dessen Ausführung spannend klingt.

 

Welche Serie schaust du gerade, die du den Lesern empfehlen könntest?


Modern Family (2014): bei Netflix (6 Staffeln, 2 weitere auf US-Markt, 2 weitere angekündigt)

Man nehme einen reichen geschiedenen alten Mann (Jay), der die junge Kolumbianerin Gloria mit Sohn Manny heiratet. Jay selbst hat zwei Kinder aus erster Ehe: Den homosexuellen Sohn Mitchell, der mit seinem Partner Cameron ein vietnamesisches Mädchen mit Namen Lily adoptiert, und die Tochter Claire, die als Hausfrau das Leben ihrer drei Kinder Haley, Alex & Luke und ihren Mann Phil meistert. Letzterer ist mein absoluter Lieblingscharakter. Schreckliche Dad-Jokes, groß gewordenes Kind und Meister der Lebensweisheiten wie:
“When life gives you lemonade, make lemons. Life will be all like WHAT?!”

Missverständnisse sind vorprogrammiert. Jedes Fettnäpfchen wird mitgenommen. Trotzdem wirken die Situationen nicht aufgesetzt, sondern einfach herrlich ehrlich. Modern Family ist eine mich immer wieder zum Lachen bringende Mockumentary, die die Großfamilie mit allen Facetten des Lebens zeigt.

Throwback Thursday 36/17

Es ist wieder Donnerstag und damit wieder Zeit für einen meiner persönlichen Lieblinge der letzten Monate oder Jahre aus dem Bereich der Popkultur. Heute kann man vielleicht sogar wirklich von einem „Klassiker“ sprechen:


Stargate SG-1 (1997)

Über lange Jahre meine Lieblingsserie (bis die letzten Staffeln etwas nachgelassen haben). Die Produzenten haben die Idee aus einem Film (Stargate) genommen und eine komplette Serie mit unglaublich vielen Charakteren, Planeten, Kulturen, Rassen, usw. gebaut.

Es ist für mich bis heute vor allem eines: großartiger SciFi-Action-Spaß!
Es werden zwar auch ernste Themen behandelt, aber dabei leider immer nur ein bisschen gestreift.

Weswegen ich die SciFi-Serie bis heute mag (und früher dafür sogar in einem SciFi-Forum mit Datenbank mitgearbeitet habe – hier mein Banner von damals) ist vor allem das tolle Zusammenspiel des Teams in seinen unterschiedlichsten Konstellationen, wobei mir natürlich die Gruppe auf dem Foto oben (Teal’c von einem anderen Planeten, Carter die Astrophysikerin, O’Neill der Chef mit dem Humor und Daniel der Archäologe und Sprach- und Kulturwissenschaftler) am liebsten ist.

Und wenn man in einer Serie sogar die Bösewichte (bzw. die Interaktionen zwischen den „Helden“ und den „Bösen“) gut finden kann, schadet das meiner Meinung nach auch nicht.

Wenn ihr also mal irgendwo über die Serie stolpert und SciFi mögt, schaut mal rein. Verzeiht ihr aber bitte, dass sie zum Teil noch aus den 90ern (Machart, Mode, …) ist. ;)

Because it’s awesome! – Juli 2017

Im Juli hatte ich einige Wochen Urlaub und habe einen Teil davon in England verbracht. Abgesehen von der Erholung und der tollen Zeit gemeinsam mit Bine hatte England noch weitere Vorteile:

  • Keine Buchpreisbindung! Ihr glaubt ja nicht, wie sehr das in Versuchung führt, Bücher zu kaufen. ;)
  • Kostenloser Zugang zu vielen Museen in London.
  • Filme laufen automatisch auf Englisch, man muss in keine OV-Vorstellung gehen. :D
  • Super Streetfood.
  • Leckere Nachtische!
  • Man kann ganz legal direkt Doctor Who streamen! Habe gleich die letzte Folge der aktuellen Staffel dort geschaut.
  • Disney-/Marvel-/Star Wars-Merchandise in allen Formen, Größen und Farben!
  • Supernette Menschen (Sachsen sind auch sehr nett, aber die Briten toppen das nochmal :D ).

So war mein letzter Monat etwas voller mit Dingen, aber ich habe versucht alles ein bisschen einzugrenzen. Viel Spaß also mit meinem natürlich wieder unsortierten (Pop)Kultur-Monatsrückblick!


The Fighting Temeraire von Joseph Mallord William Turner

Der Besuch der National Gallery in London war natürlich gesetzt. Ich hatte nur das Problem, dass mich irgendwie kein Gemälde angesprochen hat. Ich habe mich in den Räumen verschiedener Epochen und Länder umgeschaut, aber mehr und mehr das Gefühl bekommen, Gemälde könnten mich vielleicht nicht so erreichen wie ich dachte. Bis ich um die Ecke kam und vor diesem Gemälde stand. Plötzlich war alles drumrum wie ausgeblendet und die Zeit hat angehalten. Dieses Foto des Gemäldes wird den Farbverläufen des Sonnenuntergangs im Original nicht gerecht, aber ein bisschen kann man es vielleicht erahnen.
Wenn ihr irgendwo die Chance habt Turners Gemälde im Original zu sehen, nutzt das aus. Ich hätte Stunden in diesem Raum zubringen können.


A Pep Talk from Kid President to You

Kid President ist einfach der Hammer! Die Videos sind schon ein paar Jahre alt, aber das macht sie nicht weniger witzig und motivierend. Auf jeden Fall mal reinschauen!


Top 10 Brettspiele für den Urlaub von Hunter & Cron

Die beiden habe ich ja schon in meiner YouTube-Kanal-Liste erwähnt. Dieses Jahr haben sie pünktlich zum Urlaub wieder ein paar Spiele vorgestellt, die man mit auf die Reise nehmen kann. Urlaubszeit ist nämlich nicht nur Lesezeit, sondern auch Spielezeit.


Mr. Holmes (2015)

Ein Film über einen gealterten Sherlock Holmes, der versucht seinen letzten Fall zu rekonstruieren. Wunderschöner Film mit Humor, ein bisschen Spannung, aber auch Traurigkeit. Und Ian McKellen ist natürlich gewohnt brillant!


Spider-Man: Homecoming (2017)

Wie oben schon erwähnt, konnte ich in England im Kino Filme auf Englisch schauen, was ich natürlich auch ausnutzen musste. Spider-Man war gerade angelaufen, also habe ich mich gleich reingesetzt (2D für ca. 5,50€! Und das mit nur fünf Minuten Werbung davor!!!).
Wie nicht anders zu erwarten gab es jede Menge zu lachen. Tom Holland spielt super und ich bin sehr gespannt, was er, Marvel und Sony noch aus der Figur machen. Besonders freue ich mich auf die neue MJ!


The Hanging Tree von Ben Aaronovitch

Die vorangehenden fünf Bände habe ich gelesen bevor ich mit den „Awesome“-Beiträgen angefangen habe, daher hier ein paar Worte dazu.
Die „Rivers of London“-Serie begleitet einen jungen Polizisten (mit viel Humor als Ich-Erzähler), der von dem Leiter der magischen Abteilung der Londoner Polizei als eine Art Azubi aufgenommen wird. Er erlebt dabei die abgefahrensten Dinge (z.B. gehen Handys kaputt, wenn man sie beim Zaubern in der Nähe hat) und stolpert von einem Abenteuer und/oder Fettnäpfchen ins nächste. Sehr unterhaltsame und spannende Buchserie, die bisher auch komplett auf Deutsch erschienen ist.


The Gunslinger von Stephen King

Das war eines der erwähnten Buchschnäppchen.
Ich habe schon viel über die „Dark Tower“-Serie von Stephen King gehört. Außerdem wurde mein Interesse durch den jetzt kommenden Kinofilm (mit Idris Elba!) noch einmal verstärkt. Die logische Folge war, dass ich mal in die Serie reinschauen musste.
Die Story spielt in einer Postapokalyptischen Welt und ist ziemlich abgefahren, aber ich bin auf jeden Fall auf die nächsten Bücher gespannt.
Ich werde sie mir allerdings noch ein paar Monate aufsparen, dass ich nicht noch alles vom Film ganz frisch im Gedächtnis habe und damit die Spannung der Bücher im Eimer ist.


The Long Way to a Small, Angry Planet von Becky Chambers

Was für ein tolles Buch!
Man begleitet die bunt zusammengewürfelte Crew eines Raumschiffes und erlebt mit ihnen kleine und große Abenteuer. Das Buch ist dabei mehr wie eine Fernsehserie mit mehreren Folgen aufgebaut, als einem klassischen Roman, aber ich habe gemerkt, dass ich dieses Format liebe. Wenn ihr Bücher mit ähnlicher Erzählweise kennt, immer her damit!
Becky Chambers behandelt mit ihrer einfühlsamen, intelligenten und humorvollen Art Themen wie Toleranz, Freundschaft, Scheitern, Vergebung und vieles mehr auf so wunderbare Weise, dass ich mit dem Schwärmen gar nicht aufhören kann.
Band 2 der „Wayfarers“-Serie lese ich gerade, aber dazu dann vermutlich in einem Monat mehr. ;)