Mac-Neustart – OSX-Tweaks

Hin und wieder kommt es vor, dass ich auf einem Mac das Betriebssystem neu installiere.
Manchmal mache ich das, weil er neu ist (vorinstalliertes Zeug kommt bei mir grundsätzlich runter), manchmal, weil ich ein neues/aktuelleres Betriebssystem installiere (ja, ich weiß, dass man das nicht machen muss, aber ich mache es trotzdem) und manchmal einfach aus einer dummen Windows-Gewohnheit heraus.

Wenn ich dann das System neu aufgesetzt habe, dann gibt es immer wieder ein paar Dinge, die ich verändere um OSX für meine Zwecke anzupassen. Damit ich nicht jedes Mal das Internet durchwühlen muss und ihr gleichzeitig etwas davon habt, habe ich hier einmal ein paar Dinge in einem Blogeintrag gesammelt. Ich habe auch jeweils die Artikel verlinkt, in denen ich es gefunden habe, sodass ihr euch auch bei der Originalquelle versichern könnt.

Für alle Veränderungen gilt: Ich macht das auf eigene Gefahr. Eine Datensicherung ist immer zu empfehlen (wenn ihr Veränderungen vornehmt, aber auch so).

 

Auf den versteckten ~/Library-Ordner zugreifen

In Lion hat Apple den ~/Library-Ordner versteckt, sodass Laien nicht einfach irgend etwas im System kaputt machen können. Manchmal möchte man aber doch etwas in diesem Ordner verändern. Nutzt man jetzt nur den Finder und nicht eine der Alternativen, wie z.B. Forklift (mein Favorit), dann ist man zuerst einmal aufgeschmissen.
Die Leute von Macworld haben einen guten Artikel geschrieben, in dem sie verschiedene Möglichkeiten auflisten, wie man trotzdem an diesen Ordner herankommt.
Der einfachste Weg ist meiner Meinung nach dieser:

  1. Finder-Fenster öffnen
  2. Oben im Menü auf „Gehe zu“ klicken
  3. Die „alt“-Taste gedrückt halten (jetzt erscheint „Library“ als Eintrag)
  4. Auf „Library“ klicken
  5. Fertig

 

Mobile Backups in Lion deaktivieren

Lion kommt, wie auch seine Vorgänger mit dem sehr praktischen Datensicherungstool Time Machine daher. Ich persönlich nutze Time Machine praktisch die ganze Zeit (die externe Festplatte hängt immer am MacBook, wenn ich zu Hause bin). Was mich allerdings stört ist, dass Time Machine sogenannte „Mobile Backups“ anlegt, wenn ich unterwegs bin. Diese Backups werden beim nächsten Backup auf die externe Festplatte mit übertragen. Da ich aber nicht so viel unterwegs bin, verbraucht das bei mir nur unnötigen Festplattenplatz.
Aber auch für dieses Problem gibt es Abhilfe:

  1. Terminal.app öffnen
  2.  „sudo tmutil disablelocal“ eingeben
  3. Vielleicht noch das Admin-Passwort eingeben
  4. Rechner neu starten
  5. Leerere Festplatte genießen

Natürlich könnt ihr auch diesen Vorgang wieder durch folgenden Befehl im Terminal rückgängig machen:

sudo tmutil enablelocal

 

Heruntergeladene Dateien ohne Fehlermeldung öffnen

OSX passt auf uns auf und ist sich vollkommen bewusst, dass wir Menschen manchmal Trottel sind und Dateien öffnen, die unserem System schaden können. Deswegen weißt es uns bei heruntergeladenen Programmen darauf hin, dass wir dieses Programm noch nie geöffnet haben und fragt uns, ob wir das wirklich tun sollen.
Diese Frage nervt mich persönlich immer ziemlich, wobei ich vollkommen ihren Nutzen verstehe und nach der Deaktivierung auch zu äußerster Vorsicht aufrufe. Deaktivieren möchte ich diese Warnung trotzdem:

  1. Terminal öffnen
  2. „defaults write com.apple.LaunchServices LSQuarantine -bool NO“ eingeben
  3. Rechner neu starten
  4. Fertig

Auch diese Einstellung könnt ihr natürlich im Terminal wieder rückgängig machen:

defaults write com.apple.LaunchServices LSQuarantine -bool YES

 

Bildschirm aus

Ich nutze zu meinem MacBook einen externen Bildschirm. Das MacBook steht im normalen Betrieb unter einer Ablage. Damit es nicht überhitzt möchte ich es gerne aufklappen, aber bei Lion geht dann immer der Bildschirm an, was ziemlich unpraktisch ist. Aber auch dafür gibt es eine Lösung:

  1. Terminal öffnen
  2. Folgendes eingeben: sudo nvram boot-args=“iog=0x0″
  3. Wenn ihr jetzt den Bildschirm zuklappt und auf eine beliebige Taste der externen Tastatur tippt, dann wacht nur der externe Bildschirm auf, selbst wenn ihr danach das MacBook wieder aufklappt.

Und auch dieses Verhalten lässt sich natürlich wieder im Terminal rückgängig machen:

sudo nvram -d boot-args

 

Stack-Highlight

Wenn ihr im Dock in OSX einen Ordner habt, dann wird dieser beim Anklicken entweder als Gitter oder als Liste angezeigt. Ich bevorzuge in bisher allen Situationen das Gitter. Was mich allerdings etwas stört ist, dass ich schon manches Mal eine falsche Datei angeklickt habe, weil ich mit dem Cursor zu nahe an der Nachbardatei war.
Um das zu verhindern, kann man OSX dazu bringen, die Datei hervorzuheben, über der sich der Cursor im Moment befindet.
Um dazu zu aktivieren müsst ihr einfach folgendes tun:

  1. Terminal öffnen
  2. Folgendes eingeben: defaults write com.apple.dock mouse-over-hilite-stack -boolean yes
  3. Folgendes eingeben: killall Dock
  4. Ausprobieren

Gefällt euch dieser Effekt nicht, könnt ihr ihn im Terminal auch wieder deaktivieren:

defaults write com.apple.dock mouse-over-hilite-stack -boolean no

 

Zip-Dateien-Handling verbessern

OSX unterstützt zwar standartmäßig auch Zip-Dateien, aber nicht für jeden passt die Art, wie diese Dateien gehandhabt werden. Michael Steeber von Cult of Mac haben ein gutes Video dazu gemacht, wie man die Einstellungen bearbeiten kann.
Hier die wichtigsten Schritte:

  1. Finder-Fenster öffnen
  2. Ordner „System/Library/CoreServices“ öffnen
  3. Archivierungsprogramm.app öffnen
  4. „Cmd“ + „,“ drücken
  5. Einstellungen verändern

Für mich sind folgende Einstellungen die wichtigsten:

  • Nach dem Entpacken: Archiv in den Papierkorb bewegen
  • Häkchen bei „Entpackte Objekte im Finder anzeigen“ deaktivieren

 

Direkt als PDF drucken ohne zwischendurch klicken zu müssen

Unter OSX kann man (ich glaube seit Snow Leopard) systemweite Shortcuts einrichten. Das habe ich schon dafür verwendet, um einen Shortcut für „Fußnote setzen“ unter Pages zu erstellen, aber es kann einem das Leben auch unglaublich erleichtern, wenn man zum PDF „drucken“ nicht mehr durch die Gegend klicken muss, sondern einfach einen Shortcut betätigt.
Das Einrichten ist ziemlich einfach:

  1. Systemeinstellungen öffnen
  2. „Tastatur“ anklicken
  3. Auf „Tastaturkurzbefehle“ klicken
  4. „Programmkurzbefehle“ anklicken
  5. Auf das „+“ klicken
  6. Bei Menü folgendes eingeben: „Als PDF sichern …“
  7. Als Tastaturkurzbefehl „cmd“+“p“ angeben
  8. „Hinzufügen“ anklicken
  9. Ab sofort PDFs mit der Tastenkombination „cmd“+“p“+“p“ drucken, ohne zwischendurch die Maus benutzen zu müssen.

E-Mail-Adressen aus Mail ohne „Vorname Name <E-Mail-Adresse>“ kopieren

Wenn man in Mail.app eine E-Mail-Adresse aus einer Mail kopiert, indem man auf den Absender/Empfänger klickt und die Adresse per Menü kopiert, dann bekommt man nicht nur die reine Adresse, sondern gleich ein ganzes Adresskonstrukt: „Vorname Name <E-Mail-Adresse>“
Da ich aber meistens Adressen kopiere, um sie entweder in eine Mail oder das Adressbuch einzufügen, möchte ich den ganzen „Kram“ um die Adresse herum nicht kopieren. Auch dafür gibt es eine Lösung:

  1. Terminal öffnen
  2. Folgendes eingeben: defaults write com.apple.mail AddressesIncludeNameOnPasteboard -bool NO
  3. Mail neu starten
  4. Nur noch die einfache Mail-Adresse kopieren.

 

Beim Speichern nicht standartmäßig in iCloud speichern

Wenn man TextEdit oder eine andere App benutzt, die iCloud unterstützt, dann bekommt man beim Speichern immer zuerst das reduzierte Fenster mit dem Vorschlag angezeigt, die Datei in iCloud zu speichern. Bei manchen Apps möchte man das aber vielleicht partout nicht, sodass es sich anbietet, diese Funktion zu deaktivieren:

  1. Terminal öffnen
  2. Folgendes eingeben: defaults write NSGlobalDomain NSDocumentSaveNewDocumentsToCloud -bool false
  3. Rechner neu starten

Natürlich lässt sich das auch wieder rückgängig machen:

defaults write NSGlobalDomain NSDocumentSaveNewDocumentsToCloud -bool true

 

„Öffnen mit…“-Menü aufräumen

Manchmal wird das „Öffnen mit…“-Menü ein bisschen chaotisch, weil manche Apps mit der Zeit öfter als nur einen Eintrag haben. Man kann aber auch wieder aufräumen:

  1. Terminal öffnen
  2. Folgendes eingeben: /System/Library/Frameworks/CoreServices.framework/Frameworks/LaunchServices.framework/Support/lsregister -kill -r -domain local -domain system -domain user
  3. Ein bisschen warten
  4. Terminal wieder schließen
Schon müsste es wieder richtig gut aussehen.

 

Wenn ihr noch weitere Tipps habt, dann könnt ihr diese ja in den Kommentaren erzählen, bzw. verlinken.

Stille Tage – Ein erster Rückblick

Normalerweise sage ich nach einer freien Woche: „Ich habe mir sooo viel vorgenommen und irgendwie nichts davon geschafft.“ Dieses Mal ist es eher umgekehrt: „Ich habe mir sooo wenig vorgenommen und dann doch sooo viel gemacht, sodass ich das wenige nicht geschafft habe.“

Und jetzt sind sie rum, unsere „Tage der Stille“. Eine Woche haben Bine und ich uns Urlaub genommen um uns Zeit für Gott zu nehmen. Kein Telefon, kein Computer, keine Uhren, keine Einflüsse von Außen, bis auf das Wetter und die auf- und untergehende Sonne.
Das Ganze kam unter anderem aus dem Gefühl heraus, das Henri J.M. Nouwen auch in seinem Buch „Ich hörte auf die Stille“ beschrieb:

Als ich meinen Zustand näher betrachtete, wurde mir klar, dass ich mich in einem Spinnennetz seltsamer Widersprüche verfangen hatte. Ich klagte zwar darüber, dass man so viele Forderungen an mich stellte, aber mir wurde unbehaglich zumute, wenn sie einmal ausblieben. Ich jammerte über die Last der Korrespondenz ,aber ein leerer Briefkasten machte mich trübsinnig. Ich murrte über die ermüdenden Vortragsreisen, aber ich empfand tiefe Enttäuschung, wenn keine Einladungen kamen. ich schwärmte voller Heimweh von einem leeren Schreibtisch und fürchtete zugleich den Tag, an dem mein Schreibtisch tatsächlich einmal leer sein würde. Kurz: ich war voll Sehnsucht nach dem Alleinsein und hatte zugeleich doch Angst davor, allein gelassen zu werden.

Aber warum dann „Tage der Stille“?
Ich wollte in dieser Zeit Gott näher kommen, meine Beziehung zu ihm vertiefen. Durch einen entschleunigten Alltag, ohne vorgegebene Struktur wollte ich ihm und mir mehr Freiräume geben, damit ich mehr lernen kann, mich auf ihn einzulassen und auf ihn zu hören.
Natürlich war das irgendwie nicht ganz perfekt reflektiert, aber ich habe auf eine Sehnsucht reagiert. Nouwen schreibt dazu:

Mönche gehen in ein Kloster, um Gott zu finden. Aber Mönche, die im Kloster leben, als hätten sie Gott gefunden, sind keine richtigen Mönche. Ich kam hierher, um Gott „näher“ zu kommen, aber wenn ich jemals glauben würde, ich sei Gott näher als irgendein anderer Mensch, so würde ich mich nur selbst täuschen. Wir sollen Gott suchen, aber wir können Gott nicht finden. Wir können nur von ihm gefunden werden.

Diese Erfahrung habe ich in einer ähnlichen Weise auch gemacht.

Bin ich Gott mehr begegnet als sonst? – Nicht wirklich.
Bin ich ruhiger geworden? – Teilweise.
Waren die Tage dann überhaupt wertvoll? – Auf jeden Fall!

Vieles habe ich in diesen Tagen reflektiert und neu über mich und meine Beziehung zu Gott gelernt.
Über einiges davon möchte ich in den nächsten Tagen noch schreiben, einiges geht aber auch nur Gott und mich etwas an (und natürlich meine Frau).

Social Network für Bücher: goodreads.com

Lange habe ich nach einem gescheiten Social Network für Bücher gesucht. Ich wollte damit

  • sehen, was Freunde so lesen
  • einen Überblick darüber gewinnen, was ich selbst so lese
  • neue Bücher entdecken
  • hören/lesen, was Freunde von mir von bestimmten Büchern halten

Auf der Suche danach bin ich auf Shelfari gestoßen. Shelfari gehört zu Amazon und hat deswegen schon eine große Datenbank an Büchern. Dort habe ich mich angemeldet und auch einige Freunde dazu gebracht, ebenfalls dort ihr Leseverhalten zu „veröffentlichen“. Zufrieden war ich allerdings nie so richtig. Shelfari ist nicht wirklich schick. Außerdem ist die Bedienung teilweise etwas umständlich und man kann die verschiedenen Aktivitäten der Freunde nicht kommentieren, was dem ganzen den „Social“-Aspekt nimmt.
Andere Netzwerke, die ich mir angeschaut habe, waren aber irgendwie auch nicht besser und so bin ich bei Shelfari geblieben.

Vor einigen Tagen dann hatte ich sozusagen einen Durchbruch. Mir wurde Goodreads empfohlen.
Auf den ersten Blick sah es zwar etwas aufgeräumter aus, aber so ganz überzeugt hat es mich nicht, bis mir etwas aufgefallen ist:

  • Es ist deutlich einfacher zu bedienen.
  • Wenn man den Librarian-Status bekommt (einfach beantragen, nachdem man 50 Bücher seiner Datenbank hinzugefügt hat), kann man sehr einfach die Bücher bearbeiten.
  • Deutsche Bücher werden zwar, wie bei Shelfari, als Ausgaben der englischen Bücher behandelt, werden in Goodreads Datenbank allerdings als eigenständige Bücher geführt, was zur Folge hat, dass man auch direkt nach den deutschen Ausgaben suchen kann.
  • Beiträge anderer Personen lassen sich kommentieren, sodass Diskussionen über Bücher oder deren Rezension direkt bei dem Beitrag geschehen können.
  • Das setzen von Lesezielen (ich habe mir für 2012 vorgenommen, mind. 24 Bücher zu lesen, was erbärmlicherweise mehr ist, als letztes Jahr) ist einfacher und schöner.

Kurz: Ich bin jetzt zu Goodreads umgezogen. Wenn sich jemand dafür interessiert, was ich so lese und mit mir über die Bücher diskutieren möchte, sollte sich einfach anmelden und dann mein Profil besuchen.

30-Day-Lerneffekt

Im letzten Monat habe ich versucht zwischen 20:00 und 10:00 Uhr keine Mails oder Social Media-Sites zu checken und dabei Interessantes gelernt:

  • Ich war es so sehr gewohnt mit meinem iPod Touch ständig Mails und Twitter zu checken, dass ich manchmal „aus Versehen“ beides schon gecheckt hatte, bevor mir einfiel, dass ich das nicht machen wollte. Hier hat mir dieser Monat sehr dazu geholfen mein Verhalten zu reflektieren.
  • Nach 20:00 Uhr keine Social Media-Sites mehr zu besuchen ist für mich irgendwie sinnlos. Wenn ich schon so etwas wie einen Feierabend habe, warum sollte ich mich dann an dieser Stelle meines Hobbys berauben?
  • Vor 10:00 nur ins Internet zu gehen, um die Zeitung herunterzuladen kann eine enorme Produktivitätssteigerung mit sich bringen. Ich überlege sogar mir das dauerhaft als Gewohnheit zu machen, dann allerdings mit 12:00 und nicht 10:00 Uhr. Es ist krass, wie viel ich doch geschafft bekomme, wenn ich erst einmal keine zusätzlichen Infos/Arbeitsaufträge von anderen Menschen bekomme.
  • Als Nebeneffekt habe ich den Besuch von Facebook fast vollständig eingestellt. Das Schöne daran: Ich vermisse NICHTS! Auch hier überlege ich, es noch einen Schritt weiter zu gehen (Profillöschung), aber dafür lasse ich mir noch Zeit.
Für den nächsten Monat habe ich mir nichts vorgenommen, aber vielleicht gibt es schon im Dezember die nächste 30-Day-Challange…

Faste, aber erzähle es keinem!

Bei der Vorbereitung für die Predigt am Sonntag bin ich auf etwas Interessantes gestoßen.

Jesus sagt in der Bergpredigt zu seinen Jüngern:

Faste, aber erzähle es keinem, weil es nur Gott sehen soll.

Und bei einem Gespräch über das Fasten (nicht ein paar Wochen auf Fernsehen oder Schokolade verzichten) wurde mir gesagt:

Faste, aber erzähle es keinem, weil nur sehr wenige Menschen Verständnis dafür haben.

Mich bewegt beim Betrachten der beiden Aussagen die Frage, ob uns das Fasten abhanden gekommen ist und wenn ja, ob das schlimm ist.

Test-Umzug zu Google+

Fundstücke (Videos, Bilder, Zitate, …), die ich bisher hier bei Tumblr veröffentlicht habe werde ich testweise in den nächsten Wochen in meinem Google+-Profil veröffentlichen: http://plus.telonai.de

Ich bin mal gespannt, wie das so klappt. Wenn es gut läuft, dann werde ich es nur noch über Google+ machen.

Natürlich kann man das dann nicht mehr als RSS-Feed abonnieren, aber man kann entweder immer wieder auf meinem Profil vorbeischauen oder sich einfach einen eigenen Account bei Google+ zulegen. Wenn du schon ein Gmail-Konto hast, dann hat Google deine Daten sowieso. ;)

Keine Mails!

Heute ist der erste Tag eines Monats und damit nach meinem etwas unglücklichen ersten Versuch eine weitere Möglichkeit für einen 30-day-challange.

Ich habe geschaut, was mir für meine Arbeit und mein Privatleben wichtig ist, was mir Spaß macht und was mir gut tut. Die Ideen dazu habe ich in mein Notizbuch geschrieben und mir für diesen Monat folgendes herausgepickt:

Vor 10:00 Uhr und nach 20:00 Uhr lese ich checke weder Mails, noch Twitter, noch Facebook, noch Google+, noch Blogs.

Schon seit längerer Zeit suche ich nach Wegen, meinen Alltag zu entschleunigen und das scheint mir ein möglicher Weg zu sein.

Die Uhrzeiten habe ich so ausgewählt, dass ich davor noch produktiv sein, bzw. danach noch entspannen kann. Ob das funktioniert, werde ich im Laufe des Monats feststellen.

Immer in Eile!?

Um ein bisschen aus dem Stress der Arbeit herauszukommen und wieder Zeit mit Gott zu verbringen haben meine Frau und ich letztens einen Tag der Stille eingelegt.

Zusammen sind wir im Odenwald wandern gegangen, bzw. jeder für sich. Dabei habe ich interessante Erfahrungen gemacht, die ich aber noch nicht letztendlich reflektieren konnte:

  • Einfach nur einen Tag raus macht einen noch nicht ruhiger und gelassener. Einen Großteil meiner Wanderstrecke bin ich den Weg entlanggehetzt, wobei ich eigentlich keine Eile hatte, weil ich nicht zu einer bestimmten Uhrzeit an einem bestimmten Ort sein musste.
  • Wenn ich wandere und es anstrengend ist und mein Kopf von der Woche voll ist, dann fällt es mir schwer, mich auf Gott zu konzentrieren und mich mit ihm zu unterhalten. Nur weil der Wald um mich herum so schön ruhig ist, sieht es in mir selbst nicht gleichzeitig genau so aus.
  • Es tut gut, sich körperlich anzustrengen und dabei kleine Schönheiten in der Natur zu entdecken. Blumen, die ich vorher noch nie gesehen hatte, Ausblicke, die sich mit keinem Foto der Welt ausdrücken lassen, Düfte, die beruhigen.
Unser Fazit war, dass wir es auf jeden Fall wieder machen wollen, wobei ich persönlich eine kürzere Strecke bevorzugen würde, damit ich mich oft einfach hinsetzen und die Ruhe genießen kann. Ob das dann wirklich funktioniert, das steht auf einem ganz anderen Blatt.
Auf jeden Fall habe ich gemerkt, dass ich deutlich gehetzter war, als ich das von mir vermutet hätte. Nach den Gründen dafür suche ich noch. Vielleicht schreibe ich dazu noch einmal extra etwas.

IMDb – TOP 100?!

Hendrik hat letztens bekannt gegeben, wie weit er bei seinem Projekt ist, die IMDb-Liste der besten 100 Filme „durchzuschauen“.

Da habe ich mir einfach mal den Spaß gemacht und geschaut, was ich von der TOP 100 denn gesehen habe. Ich war sehr erstaunt, wie viele es doch waren. Die geschauten Filme habe ich fett gedruckt (letztes Update: 14.03.2012).

1. Die Verurteilten (1994)
2. The Godfather (1972)
3. The Godfather: Part II (1974)
4. Pulp Fiction (1994)
5. Il buono, il brutto, il cattivo. (1966)
6. 12 Angry Men (1957)
7. Schindlers Liste (1993)
8. The Dark Knight (2008)
9. Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs (2003)
10. One Flew Over the Cuckoo’s Nest (1975)
11. Star Wars: Episode V – The Empire Strikes Back (1980)
12. Fight Club (1999)
13. Inception (2010)
14. Shichinin no samurai (1954)
15. Der Herr der Ringe – Die Gefährten (2001)
16. Goodfellas (1990)
17. Star Wars – Episode IV: Eine neue Hoffnung (1977)
18. City of God (2002)
19. Casablanca (1942)
20. Matrix (1999)
21. C’era una volta il West (1968)
22. Rear Window (1954)
23. Raiders of the Lost Ark (1981)
24. Das Schweigen der Lämmer (1991)
25. Die üblichen Verdächtigen (1995)
26. Sieben (1995)
27. Der Herr der Ringe – Die zwei Türme (2002)
28. Forrest Gump (1994)
29. Psycho (1960)
30. It’s a Wonderful Life (1946)
31. Leon – Der Profi (1994)
32. Sunset Blvd. (1950)
33. Memento (2000)
34. Dr. Strangelove or: How I Learned to Stop Worrying and Love the Bomb (1964)
35. Apocalypse Now (1979)
36. American History X (1998)
37. North by Northwest (1959)
38. Terminator 2 – Tag der Abrechnung (1991)
39. Citizen Kane (1941)
40. Der Soldat James Ryan (1998)
41. American Beauty (1999)
42. Toy Story 3 (2010)
43. Alien (1979)
44. Lichter der Großstadt (1931)
45. Taxi Driver (1976)
46. Chihiros Reise ins Zauberland (2001)
47. Vertigo (1958)
48. The Shining (1980)
49. Paths of Glory (1957)
50. M (1931)
51. Der Pianist (2002)
52. Die fabelhafte Welt der Amelie (2001)
53. Departed – Unter Feinden (2006)
54. Modern Times (1936)
55. Double Indemnity (1944)
56. WALL·E – Der letzte räumt die Erde auf (2008)
57. Das Leben der Anderen (2006)
58. Aliens (1986)
59. A Clockwork Orange (1971)
60. Lawrence of Arabia (1962)
61. Das Leben ist schön (1997)
62. To Kill a Mockingbird (1962)
63. Back to the Future (1985)
64. Das Boot (1981)
65. Requiem for a Dream (2000)
66. Vergiss mein nicht (2004)
67. Reservoir Dogs – Wilde Hunde (1992)
68. The Third Man (1949)
69. Nader und Simin – eine Trennung (2011)
70. Prestige – Die Meister der Magie (2006)
71. The Green Mile (1999)
72. L.A. Confidential (1997)
73. Nuovo Cinema Paradiso (1988)
74. Chinatown (1974)
75. The Treasure of the Sierra Madre (1948)
76. Der große Diktator (1940)
77. Gladiator (2000)
78. Once Upon a Time in America (1984)
79. Monty Python and the Holy Grail (1975)
80. Rashômon (1950)
81. Full Metal Jacket (1987)
82. Amadeus (1984)
83. Ladri di biciclette (1948)
84. Singin‘ in the Rain (1952)
85. Some Like It Hot (1959)
86. Raging Bull (1980)
87. All About Eve (1950)
88. Braveheart (1995)
89. Metropolis (1927)
90. Oldboy (2003)
91. The Bridge on the River Kwai (1957)
92. 2001: A Space Odyssey (1968)
93. The Apartment (1960)
94. Pans Labyrinth (2006)
95. Star Wars: Episode VI – Return of the Jedi (1983)
96. Erbarmungslos (1992)
97. The Sting (1973)
98. Der Untergang (2004)
99. Prinzessin Mononoke (1997)
100. Indiana Jones and the Last Crusade (1989)

Und wie sieht es bei euch aus?

Gescheitert…

Ich bin vom Typ ja eher ehrgeizig. Und wenn ich dann auch noch öffentlich gesagt habe, dass ich etwas mache, dann wird das auch durchgezogen.

Vor fast einem Monat habe ich eine sogenannte 30-day-challange angefangen. Was ich dabei ignoriert habe war die Tatsache, dass ich zur gleichen Zeit einen neuen Job als Gemeinschaftspastor angefangen habe.
Schon als ich angefangen habe, hat meine Frau zu mir gesagt: „Warum machst du denn so viele Sachen auf einmal? Reicht nicht eine der Regeln?“ Ehrgeizig wie ich war, hat mir natürlich nicht eine Regel gereicht. Wenn, dann musste es schon das ganze Paket sein. „Ganz oder gar nicht!“ das war die Devise.

Aber, wenn man so viel will, dann ist es manchmal einfach auch zu viel.

So stehe ich nun hier, nur wenige Tage vor dem „offiziellen“ Ende der Herausforderung und werfe das Handtuch. Der Grund dafür ist nicht, dass sich meine Einstellung zu den Regeln verändert hat, sondern dass es mich einfach zu viel Kraft gekostet hat, mich um so viele Dinge gleichzeitig zu kümmern.

Wird es damit mein letzter 30-day-challange gewesen sein? – Bestimmt nicht!
Wird es das letzte Mal sein, dass ich mich an die Lebensregeln von John Mott gewagt habe? – Bestimmt nicht!
Habe ich etwas aus den letzten Wochen mit John Mott und seinen Lebensregeln gelernt? – Ja:

  • Es lohnt sich den „kleinen Katechismus“ von Luther zu lesen und vielleicht sogar, ihn auswendig zu können (zumindest in Teilen).
  • Wenn man ein bisschen auf die „Not der Menschen“ achtet, dann merkt man, wie viel „Not“ die Menschen im direkten Umfeld haben. Das will ich mir weiter bewahren. Außerdem will ich mich tatsächlich mal bei der Tafel im Nachbarort melden.
  • Es tut gut, sich einmal intensiv mit einem Buch der Bibel auseinander zu setzen, ohne gleich eine Predigt oder Andacht darüber halten zu müssen/wollen (bei mir war das 1. Timotheus).
  • Es tut auch sehr gut, sich täglich körperlich zu betätigen, aber es ist schwerer das durchzuziehen, als man denkt.
  • Die bewusste Ausrichtung auf das Gebet ist eine sehr gute Sache. Das habe ich vorher schon versucht und werde auch weiterhin dabei bleiben. Gerade auch die kleinen Dinge mit Gott zu besprechen ist eine super Sache.
Sicher gibt es noch andere Dinge, die man aus den Lebensregeln lernen und in den eigenen Alltag integrieren kann, aber für mich reicht das auch erst einmal.
Jetzt bleibt nur noch mir selbst deutlich zu machen, dass es nicht schlimm ist, dass ich „gescheitert“ bin und weiter dran zu bleiben.