Meine Morgenroutine – 2020-Edition

Vor zwei Jahren habe ich hier über meine Morgenroutine geschrieben. Seitdem hat sich einiges in meinem Leben verändert (z.B. ist mein Büro nicht mehr zu Hause) und es kam eine Pandemie, die es für mich noch einmal viel wichtiger gemacht hat, Routinen einzuhalten, weil so viele andere gewohnte Abläufe plötzlich weg waren.

Gleichzeitig ist es mir in den letzten Monaten noch wichtiger geworden, gnädig mit mir zu sein. Wenn ich “verschlafe”, dann verschlafe ich halt (außer ich habe Termine natürlich). Wenn ich morgens ganz in Gedanken schon Twitter checke, auch wenn ich das eigentlich nicht vor 9:00 Uhr machen möchte, dann ist das halt so. Wenn ich nicht alle Aspekte meiner normalen Routine schaffe, dann geht davon die Welt nicht unter. Wichtig ist, es am nächsten Tag wieder zu versuchen und zu akzeptieren, dass das alles an meinem Selbstwert nichts ändert.

Aufstehen

Um 7:00 Uhr vibriert meine Apple Watch (Series 4) sanft an meinem Handgelenk. Das weckt mich tatsächlich auf, aber Bine eben nicht, was ich als einen besonderen Bonus empfinde. Ich habe schon mit Apps experimentiert, aber am besten funktioniert einfach der integrierte Wecker, der mich Sonntag bis Freitag um diese Zeit weckt und am Samstag deaktiviert ist.

Katzen füttern

Wenn ich versuche länger als 7:15/30 Uhr im Bett liegen zu bleiben, meckern unsere zwei Kater schon vor der Tür, weil sie wirklich soooo knapp vorm Verhungern sind. :D
Samstags ist das manchmal eine Herausforderung. Für beide Parteien.

Wasser trinken

Da ich sowieso Medikamente nehmen muss und es gesund ist, morgens erst einmal Flüssigkeit in den Körper zu bringen, trinke ich zwei Gläser Wasser. Ich habe gemerkt, dass ich dadurch deutlich wacher werde und meinen ersten “Erfolg” verzeichnen kann, weil der Fortschrittsring in meiner Wasser-Trinken-App (Waterminder) schon ein gutes Stück zurückgelegt hat (mein Ziel sind 3 Liter am Tag).

Sport

Die Katzen haben mittlerweile ihren ersten Hunger gestillt und dürfen auf den Balkon (wenn das Wetter es zulässt). Ich lege derweil die Matte im Wohnzimmer aus und starte auf meinem iPad meine Bewegungs-App (Pur-Life) und mache für 30 Minuten Sport. Mittlerweile bin ich so weit, dass es mir fehlt, wenn ich mich morgens nicht bewegt habe. Wie sich die Zeiten doch ändern können.

Beten und Bibel lesen

Nachdem die Matte verstaut und das iPad weggeräumt ist, setze ich mich in einen der sehr bequemen Sessel im Gästezimmer (Katzenfreie Zone, damit ich Ruhe habe) und bete (siehe mein Beitrag zu Gebeten im Tagesablauf). Danach starte ich meine Bibel-App (die-Bibel.de), die ich nutze, weil sie immer dabei ist und sich merkt, wo ich zuletzt war. Wir lesen mit Freunden jeden Tag ein Kapitel und tauschen uns darüber in einer Messenger-Gruppe aus (Threema). Diese Zeit tut gut, fordert heraus, tröstet, regt auf, … je nachdem welchen Text wir gerade lesen. Für meinen Glauben und meinen Alltag ziehe ich daraus sehr viel Kraft.

Meditieren

Nach der Bibellese bleibe ich gleich im Sessel sitzen, packe meine Kopfhörer in die Ohren und starte meine Meditations-App (Headspace). Für die nächsten 10-20 Minuten sitze ich vor allem still und atme. Es tut gut, mich spüren zu lassen, dass die Erde sich wirklich weiter dreht, wenn ich für eine kurze Zeit nichts leiste, sondern einfach nur existiere. Außerdem sortieren sich dabei viele Gedanken.

Tagebuch schreiben

Letztens habe ich sogar ein kurzes Video über das Tagebuchschreiben gemacht. Wenn ich es zu lange ausfallen lasse, merke ich es in meinem Alltag. Zu viele Dinge hängen dann in meinem Kopf, die irgendwo mal raus und reflektiert werden sollten. Außerdem ist es immer wieder genial am Ende eines Jahres alle Einträge der vergangenen 12 Monate zu lesen und zu sehen, was alles war, was mich beschäftigt hat, wo ich gewachsen bin, wo Erfolge waren und wo ich “Erfahrungen gemacht habe”.

Frühstücken

Je nachdem, ob Bine schon aufgestanden ist oder nicht (unsere “biologischen Uhren” ticken sehr unterschiedlich), machen wir jetzt Frühstück. Das heißt, wir schnippeln Obst (meistens ein Apfel und eine Banane) in zwei Schüsseln, packen bei mir noch Haferflocken drauf und essen das dann mit Joghurt und Milch. Ich bin immer wieder verblüfft, wie viel Energie dieses simple Frühstück gibt.

Duschen

Wer Sport gemacht hat, sollte natürlich auch Duschen. ;) Das passiert entweder vor oder nach dem Frühstück, je nachdem, wann Bine aufsteht.

Ins Büro fahren

Jetzt fehlt nur noch: Helm aufziehen, Fahrrad aus dem Abstellbereich holen und ins Büro radeln. Ich genieße diese kleine Tour durch unsere Stadt. Ich bekomme frische Luft, begegne manchmal Menschen, die ich kenne und ich kann schon ein bisschen überlegen, was ich an diesem Tag erledigen werde/sollte/müsste/könnte.
Wenn alles klappt, bin ich um 9:00 Uhr im Büro und dann startet das ganz normale Chaos des Alltags. ;)