Single-Tasking

In den letzten Wochen war mein Terminkalender sehr gefüllt und einige Termine hatten es in Sachen Vor- und/oder Nacharbeit ordentlich in sich. In solchen Zeiten passiert es ganz schnell, dass ich gesunde und wichtige Angewohnheiten „fallen lasse“, was die Sache (wie ich immer wieder feststellen muss) nur noch schlimmer macht.

Eine dieser Angewohnheiten ist das „Single-Tasking“. Ich habe mir bei Streaks sogar einen extra Punkt dafür erstellt um meiner Angewohnheit, mehrere Dinge gleichzeitig zu machen (jaja, angeblich können das nur Frauen oder überhaupt niemand, je nachdem wen man fragt) entgegen zu treten. Ich habe nämlich gemerkt, dass mich Multitasking unglaublich viel Kraft und Konzentration kostet, die dann wieder zu mehr Multitasking führen. Ein Teufelskreis also aus dem ich jetzt (mal wieder) versuche auszubrechen.

Als ich einem Freund von meiner neuen „Streak-Todo“ erzählte, meinte er: Ab wann gilt denn diese Todo für dich als erledigt? Was sind deine Kriterien, die dir zeigen, ob du es geschafft hast?

Da ich mich schon vor ein paar Monaten mit dem Thema befasst habe (und es dann natürlich unglaublich erfolgreich ein paar Tage durchgeführt habe), kann ich diese Frage tatsächlich beantworten.

Wer möchte, kann auch noch interessante Blog-Artikel von anderen Autoren dazu lesen, die mich inspiriert haben (hier, hier und hier).

Jetzt aber zu der Liste von meinen Single-Tasking-Kriterien, denn was wäre ein Blog-Post von mir ohne eine unsortierte Aufzählung? ;)

  • Keine Handy-Benutzung auf der Toilette, während eines Films, während eines Telefonats, …
  • Keine Podcasts während ich Auto fahre, spazieren gehe, einkaufen gehe, …
  • Während ich über etwas nachdenke, meine Gedanken nicht durch Twitter, Facebook, Instagram, Mails, … unterbrechen.
  • Beim Lesen eines Buches nicht gleichzeitig den weiteren Tag planen.
  • In Gesprächen das Handy in der Tasche/auf dem Tisch lassen.
  • Während der Computer ein Programm/Dokument öffnet, das ich gleich bearbeiten möchte nicht noch andere Dinge „schnell erledigen“.
  • Wenn mir zwischendrin eine Idee kommt: aufschreiben und nicht alles stehen lassen und sie umsetzen/anpacken.

Das Interessante an der ganzen Sache ist: Ich wirke dadurch für mich viel ineffektiver, langsamer und unproduktiver. Aber in Wirklichkeit kann ich alle Sachen deutlich besser machen, wenn ich ihnen meine volle Aufmerksamkeit widme.

Welche Herausforderungen habt ihr? Wo könnte euch ein bisschen mehr „Single-Tasking“ gut tun?

iPad-Homescreen Mai 2018

Vor eineinhalb Monaten habe ich über den Homescreen meines iPhones geschrieben und angekündigt, dass der fürs iPad vielleicht folgen wird, was jetzt der Fall ist.

Was sicher gleich auffällt ist, dass ich im Gegensatz zum iPhone tatsächlich Apps auf meinem Homescreen habe. Zum einen hat es mich da nie so viel gestört und zum anderen nutze ich das iPad zusammen mit meiner Frau, was bedeutet, dass sie Apps auch finden können muss. ;)

Der Hintergrund ist einer der Hintergründe, die bei iOS gleich dabei sind und zeigt den Mond, einen der faszinierendsten Planeten für mich schon seit ich kleiner war.

Unten links behalte ich die Apps, bei denen ich denke, dass ich sie am häufigsten benutze, bzw. am schnellsten auf sie zugreifen möchte (die unten rechts sind einfach die als letztes geöffneten Apps):

  • Documents (kostenlos): Wenn ich predige, nutze ich dafür mein iPad (ich plane meinen ganzen Workflow dafür mal zu schreiben, aber mal sehen) und auf dem iPad nutze ich dafür Documents. Diese App ist eigentlich eine Art Datei-Browser (wie der Finder beim Mac, bzw. der Explorer beim PC), in dem man sehr viele verschiedene Dateien öffnen kann. Zusätzlich ist die App auch noch schick gemacht.
  • 1Password (kostenlos mit In-App-Purchase): Ich habe keine Ahnung, warum ich diese App bei meinem iPhone-Beitrag ausgelassen habe. Ist wohl in der Masse untergegangen. In 1Password liegen alle meine Passwörter, Kreditkarteninfos, … Es ist durch ein sehr langes Passwort und/oder meinen Fingerabdruck gesichert und hilft mir dabei für jeden Internet-Account ein anderes und sicheres Passwort zu verwenden und nicht überall das gleiche (wichtig, wenn ein Service gehackt wurde). Außerdem verwende ich es für alle meine Accounts mit Zwei-Faktor-Authentifizierung.
  • Safari (iOS-integriert): Einen Browser braucht man sehr oft in greifbarer Nähe.
  • Notizen (iOS-integriert): Schnelle Ideen, Listen, Mitschriften bei Gesprächen, … All das landet bei mir in Notizen und wird später am Mac weiterverarbeitet. iCloud-Sync sei Dank.
  • Bibel (kostenlos): Ich nutze das iPad für meine tägliche Bibellese, weswegen ich die App auch gleich greifbar haben möchte, damit ich morgens auf dem Weg zu ihr so wenig wie möglich abgelenkt bin.

Alle weiteren Apps habe ich in Ordnern sortiert, damit man sie leichter findet. Hier meine jeweiligen Favoriten:

Büro

  • Accordance (kostenlos mit in-App-Purchase oder Accordance-Account): Dieses „Bibel-Programm“ nutze ich schon seit dem Studium. Ich habe mit meinem Account mehrere Kommentarreihen dort gekauft und auch die Hebräische und Griechische Bibel, sowie ein paar weitere Module. Für meine Predigt- und Bibelgesprächskreisvorbereitung ist diese App unverzichtbar für mich.
  • Dropbox (kostenlos): Schneller Zugriff auf viele meiner Daten. Mehr muss ich dazu, glaube ich nicht sagen.
  • Byword (6,99 €): Mein Textverarbeitungsprogramm auf dem Mac mit iCloud-Sync, sodass ich auf dem iPad mit Texten anfangen oder sie dort weiterschreiben kann. Natürlich alles in Markdown.
  • MindNode (kostenlos mit in-App-Purchase): Nutze ich hauptsächlich auf dem Mac um Mind-Maps zu gestalten, bzw. damit meine Gedanken zu sortieren. Synct per iCloud zum iPad, sodass ich dort entweder weiterarbeiten oder eben neue Mind-Maps anfangen kann.
  • Kalender (iOS-integriert): Mein Kalender. Wer hätte es gedacht. :D

Kommunikation

  • Tweetbot (5,49 €): Twitter ist und bleibt für den Moment das Soziale Netzwerk, das ich am meisten „benutze“. Eine gute und schöne App schadet da nicht. Und sie synct mit dem „Lesestand“ auf dem iPhone und dem Mac.
  • Mail (iOS-integriert): Im Gegensatz zu meinem iPhone habe ich auf dem iPad auch meine Dienstmails. Das ist gerade dann ganz nützlich, wenn ich auf Fortbildungen oder Konferenzen unterwegs bin.

Lesen

  • Feedly (kostenlos): Ich lese Blogs immer noch über RSS-Feeds. Das ist sehr praktisch, weil ich nicht ständig schauen muss, ob jemand etwas Neues geschrieben hat. Damit ich das kann, nutze ich Feedly.
  • iBooks (kostenlos): Gerade Romane lese ich häufig als eBook. Das ist deutlich günstiger und stellt nicht das Regal voll. iBooks ist eine der Apps, die ich dafür zum Lesen verwende.
  • Kindle (kostenlos): Die meisten eBooks lese ich auf unserem Kindle Paperwhite, da das abends angenehmer für meine Augen ist. Wenn ich den Kindle allerdings gerade nicht greifbar habe, dann lese ich einfach in der App weiter, schließlich wird der aktuelle Lesestand immer synchronisiert.
  • Onleihe (kostenlos): Unsere Stadtbibliothek bietet seit einigen Monaten die Möglichkeit der Onleihe an, was nichts anderes ist, als das Ausleihen von digitalen Medien (Hörbücher, eBooks, Zeitschriften). Dafür braucht man dann einen Onleihe-Account und natürlich die nötigen Apps. Funktioniert ganz ok, wobei hauptsächlich meine Frau darüber Hörbücher ausleiht (und dann auf ihrem iPhone hört).

Nachschlagen

  • Evernote (kostenlos): Alle unsere Lieblingsrezepte sind als PDF in Evernote gespeichert und getaggt, sodass wir sie schnell wieder finden. In unserer Küche haben wir dann eine Ribba-Leiste (heißt jetzt Mosslanda) angebracht, auf die wir nicht nur Kochbücher stellen, sondern eben auch das iPad und dann direkt vom iPad kochen. Außerdem haben wir in Evernote Listen mit den Unverträglichkeiten unserer Freunde, damit wir immer das Richtige kochen können.
  • 1Blocker X (5,49 €): Ich möchte nicht mehr ohne Inhaltsblocker surfen (auch wenn das bedeutet, dass die Süddeutsche mich nicht mehr auf ihre Seite lässt). Weniger (bzw. fast keine) Werbung und schnellere Ladezeiten (vor allem bei schlechter Internetverbindung) sind der größte Bonus für mich.
  • Pinterest (kostenlos): Wo soll ich sonst Rezeptideen, Einrichtungsmöglichkeiten, coole Legobilder und Doctor Who-Memes herbekommen? ;) Außerdem schickt meine Frau mir hier immer wieder tolle Ideen.

Unterhaltung

  • YouTube (kostenlos): Längere YouTube-Videos schaue ich gerne auch mal auf dem Sofa. Da ich keinen Laptop habe, geht das dann nur übers iPad.
  • Netflix (kostenlos mit Abo): Gerade für unterwegs, aber auch bei unserer sehr schwankenden Internetverbindung ist die Download-Funktion für die meisten Serien richtig genial.
  • Amazon Prime Video (kostenlos mit Abo): Benutzen wir sehr selten, aber wer Amazon-Prime wegen des Versands hat, sollte sich das Video-Angebot nicht entgehen lassen.
  • Dead Man’s Draw (kostenlos): Cooles Kartenspiel, dass es von der App zum Spiel aus Papier geschafft hat.
  • Noodles (2,29 €): Kleines Knobelspiel für zwischendurch. Hätte nie dafür bezahlt, aber es war irgendwann mal kostenlos.
  • Pandemic (2,29 €): Eines meiner Lieblingsbrettspiele, das in der App deutlich schneller aufgebaut ist. So kann ich auch mal eine Runde spielen, wenn gerade niemand sonst Bock darauf hat.

Welche Apps verwendet ihr? Welche fehlen in meinem Workflow noch komplett und ihr fragt euch, wie ich ohne sie bisher überlebt habe?

Meine Morgenroutine

Auf verschiedensten Blogs und zahlreichen Pinterest-Pins kann man lesen, wie eine optimale Morgenroutine gestaltet werden muss, damit man perfekt in den Tag startet, super produktiv wird und zu einem mega-erfolgreichen Menschen aufsteigt.

Diesen Anspruch habe ich nicht, aber wer weiß, vielleicht kann meine eigene Morgenroutine den Einen oder die Andere dazu inspirieren den eigenen Morgen etwas bewusster zu gestalten.

Noch ein wichtiger Hinweis vorneweg: Wir haben keine Kinder, was es natürlich deutlich erleichtert eine eigene Routine zu finden. ;)
Jetzt aber die wichtigsten Punkte für mich jeden Morgen:

1. Flugmodus
Meine Morgenroutine beginnt eigentlich schon am Abend vorher indem ich mein iPhone in den „Flugmodus“ versetze und es ins Büro lege. Dadurch schaue ich morgens nicht zuerst auf alle möglichen Meldungen oder checke mal schnell bei Twitter, Instagram und Co, was die Nacht über so gelaufen ist.
Mein Start in den Tag hat dadurch mehr damit zu tun, was ich möchte, als was andere Menschen möchten (oder Social-Media-Firmen möchten, dass ich es möchte).

2. Kein Snooze
Meine Casio F91w weckt mich mit einem relativ unfreundlichen Piepen. Die Vorteile der Uhr: Von dem Piepen bin ich wirklich wach! Ich habe keine Ahnung, ob die Uhr einen Snooze-Button hat.
Dadurch stehe ich einfach auf (manchmal auch mit etwas Verzögerung).

3. Trinken
Der Körper braucht morgens wieder neue Flüssigkeit. Das habe ich so oft in Gesundheitsratgebern gelesen, bis ich mich entschieden habe, es tatsächlich zu glauben. Seitdem trinke ich jeden Morgen zwei Gläser Wasser. Das tut gut und gibt mir tatsächlich Energie.

4. Bibel lesen und Beten
Ich starte immer mit Luthers Morgensegen, wodurch ich einen festen Rhythmus habe. Danach lese ich das Kapitel, das in unserer Bibellesegruppe (hoch leben Skype und WhatsApp für den Austausch!) gerade dran ist, denke darüber nach und bete wegen des Textes und für Menschen in meiner Familie, meinem Freundeskreis und meiner Gemeinde.
Ich hatte das viele Jahre nur sehr wenig gemacht und spüre jetzt, wie gut mir das tut, damit gleich in den Tag zu starten. Ich mache es nicht aus Pflicht, sondern weil ich es tatsächlich super finde (mein 25-jähriges Ich schüttelt gerade den Kopf und glaubt mir kein Wort).

5. Sport
Dank Pur-Life kann ich jeden Morgen ca. eine halbe Stunde Sport machen und damit verschiedene Zonen meines Körpers trainieren. Das bringt zum Schwitzen und tut mir gut (wenn ich nicht mega Muskelkater bekomme, weil der Kurs doch etwas heftig war). Mir macht Sport immer noch nicht so richtig Spaß, aber ich merke, dass mein ganzer Tag und meine ganze Woche anders verlaufen (von meiner Stimmung und meiner Aufmerksamkeit), wenn ich ihn nicht weglasse.
Zum Glück ist das mittlerweile eine feste Routine, über die ich mit mir nicht diskutieren muss.

6. Tagebuch schreiben
Jörg Ahlbrecht hat vor ein paar Jahren bei einem Vortrag davon erzählt, dass er immer mit der Frage „Was liegt mir gerade auf der Seele?“ (oder so) Tagebuch schreibt. Das hat mich davon befreit, immer einen „Liebes Tagebuch…“-Rückblick zu schreiben. Außerdem habe ich in der gleichen Zeit an verschiedenen Stellen gelernt, dass man nicht alles ganz oder gar nicht machen muss, sondern Dinge auch weiter betreiben kann, wenn man sie mal ein paar Tage vergessen hat.
Seitdem schreibe ich (mit kleinen Aussetzern) so gut wie jeden Tag Tagebuch. Es hilft mir meine Gedanken zu sortieren und manchmal Worte für meine Emotionen zu finden.

7. Lesen
Ohne Input kann ich meinen Beruf nicht so gut ausüben, weswegen es sehr wichtig ist zu lesen. Das passt morgens super rein, bevor der ganze Trouble des Tages angefangen hat auf mich einzuströmen. Ca. eine halbe Stunde nehme ich mir dafür, mache mir Notizen, denke darüber nach und lerne davon.
Manchmal inspiriert es Predigten, manchmal hilft es mir einzelne Bereiche meines Pastorendaseins zu überarbeiten. Manchmal ist es auch eher ein Reinfall (man weiß ja vorher nicht, was man bekommt).
Insgesamt merke ich aber in meiner ganzen Tätigkeit, dass ich wieder mehr Input bekomme.

8. Meditieren
Jeden Tag zu Beginn noch einmal 10-15 Minuten ganz still sein, hilft mir entspannter auf die Herausforderungen des Tages zuzugehen. Ich nutze dazu Headspace, auf das ich in meinem iPhone-Homescreen-Beitrag ja schon hingewiesen habe.

9. Frühstücken
Ich kann auch ohne Frühstück am Morgen leben, habe allerdings gemerkt, dass ich durch ein gescheites Müsli (Haferflocken und frisch Obst reinschneiden) oder eine Portion „Overnight Oats“ deutlich später Hunger (oder Lust auf Süßkram) bekomme und den Vormittag über fitter bin.

Das war es auch schon. Die Reihenfolge variiert je nach Tag und je nachdem ob ich morgens schon Termine habe oder eben noch nicht. Und grundsätzlich gilt natürlich bei all dem Routine-Erstellen: Wenn es mal nicht klappt, ist das nicht schlimm. Morgen ist auch wieder ein Tag und die Welt dreht sich weiter.

Und noch ein Hinweis: Am Sonntag mache ich auf jeden Fall eine Pause. Das tut Körper, Geist und Seele gut, da ich einen Tag nichts „leisten“ oder „abhaken“ muss.

Was macht ihr so morgens? Wie startet ihr in den Tag? Schreibt mir einfach bei Twitter oder bei Facebook, denn das würde mich sehr interessieren!

Wofür Evernote?

Evernote ist ein geniales Programm. Man kann darin Notizen anlegen, Checklisten schreiben, PDFs oder Bilder ablegen und vieles mehr. Alle Dokumente werden zwischen allen möglichen Plattformen (Mac, Windows, iOS, Android, …) gesynct und sehen überall auch gleich aus.

Immer, wenn dieses Wunderwerk der heutigen Technik in Gesprächen auftaucht, höre ich auch von den meisten Gesprächspartnern eine Variation der folgenden Feststellung: „Ich finde die Funktionen auch klasse, aber ich weiß eigentlich gar nicht so richtig, wofür ich Evernote verwenden soll…“

Nachdem Michael Hyatt in einer Podcast-Episode letztens seine Verwendungsweisen für Evernote genannt hat, dachte ich, ich zähle auch einmal meine sieben besten (man macht heute ja Listen, oder?) Verwendungsweisen für Evernote auf.

1. Rezepte

Das Internet ist voller Rezepte und wir wollen immer wieder neue Dinge ausprobieren. Dafür haben meine Frau und ich ein geteiltes Notizbuch in Evernote angelegt, in das unsere Rezepte kommen. Sobald einer von uns über etwas stolpert, zieht er einfach die jeweilige PDF in das Notizbuch.
Das Rezept wird dann natürlich fein säuberlich mit Schlagworten versehen (vegetarisch, Hauptmahlzeit, WeightWatchers, Nachtisch, …), damit wir es schneller wieder finden. Wenn etwas richtig lecker war, dann bekommt es auch genau dieses Schlagwort zugewiesen.
Planen wir die Mahlzeiten für die Woche werden einfach die jeweiligen Rezepte als Favoriten gesichert.
Der besondere Clou: Beim Kochen rufen wir einfach Evernote auf dem iPad auf und können so das Rezept umweltschonend mit in die Küche bringen.

2. Wer hat was von mir ausgeliehen?

Wahrscheinlich kennt das jeder: Man möchte ein Buch lesen/einen Film schauen und muss feststellen, das an der dazugehörigen Stelle im Regal eine Lücke ist. Hatte dieses Buch jetzt Simone ausgeliehen oder haben wir es schon an Martina weiter gegeben? Liegt dieser Film noch bei Max oder war es doch Alex, der ihn wollte? Oder hat ihn Tine beim letzten Besuch mitgenommen?
Um einen Überblick zu behalten haben wir (auch wieder) eine geteilte Notiz, in der die ausgeliehenen Dinge entweder stehen, oder (noch besser) ein Foto der „Ausleiher“ mit dem ausgeliehenen Gegenstand zu sehen ist. – Suuuuuper praktisch, wenn man nicht das Gefühl bekommen möchte, man werde langsam senil. ;)

3. Checklisten

Es gibt Dinge, die muss man immer wieder im Leben machen, wie zum Beispiel beim einem Umzug die Änderung der eigenen Adresse an alle möglichen Unternehmen zu melden. Wer möchte denn da jedes Mal wieder neu überlegen, an wen man sich jetzt alles wenden muss?
Oder, nicht ganz so häufig: Man packt seinen Koffer für einen Besuch bei Freunden oder ein Seminar oder den Urlaub. Auch da hat man eigentlich schon oft genug vergessen etwas für die Gastgeber mitzunehmen oder den Schlafanzug einzupacken. Wäre es nicht schön, wenn man aus seinen Fehlern direkt lernen könnte?

Genau für solche Zwecke habe ich verschiedene Checklisten als jeweils eigene Notizen angelegt. Gerade jetzt, wo bei uns wieder mal ein Umzug ansteht ist es sehr beruhigend zu wissen, dass ich eigentlich an gar nichts mehr denken muss (also für die Adressänderung), sondern nur die Liste von oben nach unten durchgehen kann.
Für Reisen habe ich auch eine eigene Liste angelegt, auf der natürlich viel mehr steht, als ich für jede Reise brauche, aber wenn ich es eilig habe, kann es passieren, dass ich außer Deo, Zahnbürste und iPhone-Ladekabel alles zu Hause vergesse. ;)

4. Urlaubsplanung und -ausführung

Wo wir es gerade von Urlauben hatten. Nicht immer hat man am Urlaubsort Internet (man will ja schließlich auch abschalten). Da ist es echt praktisch, dass man in Evernote (Pro) manche Notizbücher als „Offline-Notizbuch“ markieren kann.
Wir planen also unseren Urlaub im Voraus und packen Screenshots von Landkarten, Ausschnitte von Touri-Websites, Kontaktadressen und Öffnungszeiten in ein Evernote-Notizbuch. Dieses Notizbuch wird in iPhone und iPad als Offline-Notizbuch markiert und schon haben wir selbst im Flugmodus alle nötigen Informationen und Landkarten dabei.

5. Zeitschriftenarchiv

Dieser Punkt ist wahrscheinlich eher für Pastoren praktisch. Wir lieben es Zeitschriften zu archivieren, weil wir vielleicht noch einmal diesen Artikel über die Gebetspraxis dieser Einsiedlermönche in Osteuropa für eine Predigt verwenden können. Der Haken dabei: Wer hat schon Platz für all diese Artikel?
Außerdem liebe ich es Einrichtungszeitschriften zu lesen um mich inspirieren zu lassen. Aber bis zum nächsten Umzug einen extra Keller dafür anzumieten ist auch eher unpraktisch.
Das Problem löst unser großes Küchenmesser in Zusammenarbeit mit unserem ScanSnap S1300i und Evernote.
Einfach die Zeitschriften zerschneiden (oder nur einzelne Seiten), einscannen und dann die PDF in Evernote importieren.
Das Besondere am Evernote-Archiv: Alle PDFs und Bilder werden durch eine OCR-Software gelassen, sodass ich gar keine Stichworte festlegen muss. Bei einer Suche nach „Gebet“ taucht der Artikel über die Mönche ganz automatisch wieder auf.

6. Betriebsanleitungen

Betriebsanleitungen sind nie zur Hand, wenn man sie braucht. Sie liegen irgendwo oder sind fein säuberlich in einem dicken Ordner im Büro archiviert. Aber ich bin nun einmal gerade in der Küche und mein Hamster hat beschlossen die Gießkanne über sich selbst zu schütten. Ich muss jetzt SOFORT wissen: Darf ich ihn jetzt in der Mikrowelle trocknen oder nicht? (Spoiler: Ich darf nicht!)
Mittlerweile hat fast jede Firma für ihre Geräte die Betriebsanleitung als PDF zum Download auf ihrer Homepage verfügbar. Und wenn nicht? Dann scanne ich sie einfach ein. In den Titel kommt der Name des Geräts und seine Beschreibung (z.B. Mikrowelle) und schon kann ich sie in Windeseile heraussuchen und unser lieber Teddy lebt noch ein paar Jahre glücklich weiter. ;)

7. Instagram-/Twitter-Archiv (etwas „nerdig“)

All die schönen Zitate bei Instagram und das falsche Wissen von faktastisch.net würde ja verloren gehen, wenn man sich diese quadratischen Bilder nicht archivieren könnte. Instagram bietet keinen direkten Download an und jedes Mal einen Screenshot machen ist irgendwie auch blöd. Zur Rettung eilt hier IFTTT und natürlich: Evernote.
Mit diesem einfachen „Rezept„, habe ich IFTTT beauftragt für jedes Foto, das ich bei Instagram als Favorit markiere, eine Notiz in meinem Instagram-Like-Notizbuch in Evernote zu erstellen.
Das Gleiche macht IFTTT mit meinen eigenen Instagram-Fotos und mit meinen Twitter-Favoriten (dann natürlich als Text-Notiz).
Vielleicht für die meisten im ersten Moment etwas sehr nerdig, aber man kann sich in IFTTT relativ einfach reinfuchsen.

 

Das waren jetzt also meine besten Verwendungsweisen von Evernote. Was würdet ihr noch zur Liste hinzufügen?

Was ich so auf den Ohren habe (Podcast-Empfehlungen)

Sandra Bils hat vor wenigen Tagen verkündet, welche Podcasts sie am inspirierendsten findet. Als ich das gesehen habe, dachte ich: „Was für eine wundervolle Idee!“ und springe jetzt hiermit quasi als Trittbrettfahrer auf den fahrenden Podcastempfehler-Zug auf.

Podcasts sind eine wundervolle Erfindung! Beim Bügeln, Saugen, Spülen, Autofahren oder auch abends im Bett, immer kann man sie hören. Durch dieses Medium können wir uns informieren, etwas neues lernen oder einfach nur Spaß haben.

Die unten aufgelisteten Podcasts werden aktuell von mir gehört (so gut wie jede Folge). Mein Player ist voll von anderen Podcasts, aber die höre ich im Moment nicht mehr, weil ich entweder nicht dazu komme oder mich die Themen/Inhalte im Moment nicht so sehr interessieren. Wenn ich diesen Beitrag in ein paar Monaten schreiben würde, sähe vermutlich alles schon wieder ganz anders aus (man hat leider nicht für alle guten Podcasts der Welt Zeit).

Zur besseren Übersicht habe ich die Liste thematisch sortiert: Glaube/Theologie – Leben als Theologe/Pastor – Popkultur

Und damit das technische auch gleich geklärt ist: Ich manage und höre meine Podcast-Abos schon seit mehreren Monaten mit der sehr guten iPhone-App Castro (eine Empfehlung von Christian).

Nun geht es aber wirklich los!


Glaube/Theologie

hossa

HossaTalk (dt.)

Jay Friedrichs und Gofy Müller diskutieren hier, entweder mit Gästen oder nur zu zweit über verschiedene Themen aus Glauben, Leben, Politik und Kunst. Sehr erfrischend und nicht immer nur zum Zustimmen. Gleichzeitig auch der aktuell einzige deutschsprachige Podcast in meinem Player.

relevant

Relevant Podcast (engl.)

Mitglieder der Redation des Relevant Magzines unterhalten sich hier über verschiedene (viele alberne) Dinge aus Glauben, Leben, Musik, uvm. Zwischendrin gibt es sehr interessante Interviews mit Theologen, Musikern, Schauspielern oder anderen Personen. Bei keinem anderen Podcast muss ich so herzhaft lachen, wie hier.

RobCast

The RobCast (engl.)

Dieser Podcast läuft noch nicht so lange, ist aber jetzt schon mit einer meiner Favoriten. Rob Bell packt verschiedene Themen so übersichtlich und tiefgründig an, wie man es von ihm gewohnt ist. Meine wöchentliche Podcast-Predigt-Dosis (die sich nie wie eine Predigt anfühlt).

 


Leben als Theologe/Pastor

carey

Carey Nieuwhof Leadership Podcast (engl.)

Carey Nieuwhof interviewt hier jede Folge eine andere Person zum Thema „Leiterschaft“, wobei es nicht immer darum geht, wie wir alles optimieren können, sondern sie sich auch ganz offen über Stellen unterhalten, an denen sie gescheitert sind. Sehr ermutigend.

productive

The Productive Pastor (engl.)

Der Titel sagt eigentlich schon alles. Bei dem Podcast bin ich mir nicht sicher, wie lange er noch in meinem Player überlebt.

sermonsmith

Sermonsmith (engl.)

Tolle Interviews, in denen John Chandler dazu befragt, wie sie denn ihre Predigten vorbereiten. Immer wieder neue Ideen dabei.

ymanswers

Youth Ministry Answer (engl.)

Elle und Kenny stellen sich in jeder Folge einer Frage, die ihnen zum Thema Jugendarbeit gestellt werden. Oft ist der Kontext deutlich größer als in unseren Gemeinden, aber es lässt sich eigentlich immer etwas davon mitnehmen. Außerdem haben die beiden eine sehr motivierende und fröhliche Art und der Jingle dieses Podcasts ist eindeutig der beste auf der Liste.


Popkultur

theincomparable

The Incomparable (engl).

Nerds unterhalten sich über Bücher, Filme, Serien, Spiele, … Jede Folge hat ein eigenes Thema und eine andere Besetzung. Hier erlebe ich die Popkultur-Gespräche, die ich mit vielen Menschen nicht führen kann, weil das für sie zu abgehoben ist.

teevee

TeeVee (engl.)

Verschiedene Mitglieder der Incomparable-Besetzung unterhalten sich hier nach Serienfolgen direkt darüber. Die meisten Folgen höre ich nicht, weil ich die Serien nicht schaue, aber allein die Doctor Who-Recaps sind es wert.

tpk

Total Party Kill (engl.)

Wieder verschiedene Mitglieder von „The Incomparable“. Dieses Mal spielen sie Dungeons & Dragons miteinander. Da ich die Crew schon kenne und ich ihre Gespräche einfach witzig finde, habe ich auch hier einen riesen Spaß.


Und nun zu euch: Welche Podcasts gehören zu euren Favoriten?